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Nach der Kritik: Sigmar Gabriel (60) will doch nicht zur Auto-Lobby

Nach der Kritik: Sigmar Gabriel (60) will doch nicht zur Auto-Lobby
Copyright REUTERS/Hannibal Hanschke/File Photo
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Von Kirsten Ripper mit dpa, Reuters
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Der ehemalige SPD-Chef erklärt im Tagesspiegel, dass er "nach reiflcher Überlegung" für das Amt beim VDA nicht zur Verfügung stehe.

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Sigmar Gabriel wird jetzt doch nicht Chef der deutschen Autolobby.  Das hat "Der Tagesspiegel" vom ehemaligen Außenminister erfahren, Das Blatt aus Berlin hatte zuvor auch davon berichtet, dass Gabriel PrÄsident des Verbandes der deutschen Automobilindustrie (VDA) werden solle. "Er habe sich entschieden, „nach reiflicher Überlegung und aufgrund anderer Aufgaben“ für dieses Amt nicht zur Verfügung stehen", wird Gabriel zitiert. Und weiter: "Ohne Zweifel ist es eine spannende und herausfordernde Aufgabe, die Automobilwirtschaft gerade in einer Zeit großer Umbrüche zu begleiten. Die Bedeutung dieses Teils der deutschen Industrie für den wirtschaftlichen Erfolg, die soziale Stabilität und die ökologische Nachhaltigkeit unseres Landes ist kaum zu überschätzen."

Im Internet hatte es heftige Kritik gegen den Ex-SDP-Chef und ehemaligen Umweltminister gegeben, als mehrere Medien meldeten, es sei so gut wie sicher, dass der 60-Jährige den Chefposten beim Verband der Automobilindustrie (VDA) übernehmen soll.

Gabriel schreibt seit dem Ende seiner Amtszeit als Außenminister Meinungsartikel für die Blätter der Holtzbrink-Gruppe Tagesspiegel, Handelsblatt und Zeit.

Der VDA-Chefposten sollte zum Jahresende neu besetzt werden, denn der frühere Ford-Manager Bernhard Mattes hatte im September seinen Rückzug als Vorsitzender angekündigt.

Darüber was Sigmar Gabriel in Zukunft machen wollte, war seit seinem Rückzug aus der Politik spekuliert worden.

"Der Mann mit den Haaren im Gesicht"

Anfang 2018 war der damalige Außenminister Sigmar Gabriel in einen besonderen Streit um dieses Amt mit seinem SPD-Parteikollegen Martin Schulz geraten. Dabei zitierte Gabriel seine kleine Tochter, die Schulz als "den Mann mit den Haaren im Gesicht" bezeichnet hatte.

Der ehemalige Ministerpräsident von Niedersachsen lebt heute in Goslar, ist zum zweiten Mal verheiratet und hat eine erwachsene und zwei kleinere Töchter.

Viel Kritik gab es auf Twitter.

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