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Einer der größten Reiseveranstalter Europas stellt Insolvenzantrag

Parasurfer und Badegäste genießen die Sonne am Ostseestrand von Warnemünde, Deutschland, Samstag, 10. Juni 2023.
Parasurfer und Badegäste genießen die Sonne am Ostseestrand von Warnemünde, Deutschland, Samstag, 10. Juni 2023. Copyright Frank Hormann/(c) Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Copyright Frank Hormann/(c) Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Von Indrabati Lahiri
Zuerst veröffentlicht am
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Dieser Artikel wurde im Original veröffentlicht auf Englisch

Europas drittgrößter Reisekonzern FTI ist pleite. Helfen soll Betroffenen in solchen Fällen der Reisesicherungsfonds der Branche. Tausende Urlauber sind betroffen, da eine Reihe von Pauschalreisen storniert oder gekürzt werden. Was Sie jetzt wissen müssen.

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Die FTI Group, einer der größten europäischen Reiseveranstalter, hat Insolvenz angemeldet.

Das in München ansässige Unternehmen, das in jüngster Zeit von einer Reihe von Problemen, einschließlich schlechter Buchungen, betroffen war, erklärte in einer Pressemitteilung: "Nach einem langwierigen und komplexen Investorenprozess konnte im April 2024 der Einstieg eines Investoren-Konsortiums verkündet werden. Seitdem sind jedoch die Buchungszahlen trotz der positiven Nachrichten deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Hinzu kam, dass zahlreiche Lieferanten auf Vorkasse bestanden haben. In der Folge kam es zu einem erhöhten Liquiditätsbedarf, welcher bis zum Closing des Investorenprozesses nicht mehr überbrückt werden konnte. Die Stellung der Insolvenzanträge ist deshalb aus rechtlichen Gründen erforderlich geworden."

"Die Unterstützung der Reisenden, die von den Folgen der Insolvenz betroffen sind, hat für die FTI Group nun höchste Priorität. Wir arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, dass bereits begonnene Reisen wie geplant durchgeführt werden können. Reisen, die noch nicht angetreten sind, werden voraussichtlich ab Dienstag, 4. Juni 2024, nicht mehr oder nur noch eingeschränkt möglich sein."

FTI wies auch darauf hin, dass an den Details des Umgangs mit Informationen und den zu ergreifenden Insolvenzmaßnahmen noch gearbeitet wird.

Außerdem wurde auf www.fti-group.com/de/insolvenz eine Support-Website sowie unter +49 (0) 89 / 710 45 14 98 eine kostenfreie Support-Hotline eingerichtet.

Damit will man die Kunden unterstützen, Fragen beantworten und Erstattungen und andere technische Angelegenheiten so reibungslos und effizient wie möglich regeln.

Sommerurlauber müssen mit Chaos rechnen

Reisende, die in diesem Sommer in den Urlaub fliegen wollen, müssen sich auf eine Reihe von Beeinträchtigungen einstellen, da mehrere Pauschalreisen abgesagt oder gekürzt wurden. Urlauber müssen sich nach alternativen Reisemöglichkeiten umsehen oder den Sommer zu Hause verbringen.

Für Reisende, die im Ausland festsitzen, hat das Auswärtige Amt seine Unterstützung angeboten und erklärt, dass es bei der Rückführung von Touristen in ihre Heimatländer behilflich sein und bei Bedarf konsularische Unterstützung leisten wird.

Deutschland hatte in den vergangenen Monaten zunehmend mit Problemen im Reise- und Tourismusbereich zu kämpfen: insbesondere durch die ausgedehnten Streiks der Lufthansa-Beschäftigten für eine Lohnerhöhung.

Die Fluggesellschaften und Reiseveranstalter haben immer noch mit den anhaltenden Auswirkungen der Pandemie zu kämpfen. Auch die höheren Lebenshaltungskosten und Zinssätze dämpfen die Reisenachfrage etwas, da das verfügbare Einkommen sinkt.

Kürzlich forderte die europäische Luftverkehrsbranche mehr staatliche Unterstützung für die Fluggesellschaften, um den Übergang zu erneuerbaren Energien zu beschleunigen. So soll die Produktion von nachhaltigem Flugbenzin (SAF) erhöht und Subventionen und Zuschüsse für den Kauf von SAF gewährt werden.

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