Sie möchten Ihren Jahresurlaub optimal nutzen? So helfen Ihnen die gesetzlichen Feiertage dabei

Indem Sie Ihren Jahresurlaub mit Feiertagen kombinieren, können Sie Ihre arbeitsfreie Zeit optimal nutzen.
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Von Servet Yanatma
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Dieser Artikel wurde im Original veröffentlicht auf Englisch

EU-Länder müssen mindestens 20 Tage bezahlten Jahresurlaub gewähren - einige Mitgliedstaaten sind jedoch großzügiger.

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In der EU haben alle Arbeitnehmer Anspruch auf einen bezahlten Mindesturlaub von vier Wochen pro Jahr.

In einigen Ländern ist diese Zahl höher, in vielen anderen gibt es einen Feiertagskalender, den Sie nutzen können, um Ihren Jahresurlaub zu maximieren.

Eine Auszeit von der Arbeit fördert nicht nur Ihre geistige und körperliche Gesundheit, sondern trägt auch dazu bei, Ihre Produktivität und Leistung zu steigern, wenn Sie zurückkehren, so die European Employment Services (EURES).

Wie sieht es also mit dem Jahresurlaubsanspruch in Ihrem Land aus?

Hier erfahren Sie, welche europäischen Länder den meisten Urlaub und die meisten Feiertage bieten.

Welches europäische Land bietet den meisten bezahlten Jahresurlaub?

Der gesetzlich vorgeschriebene bezahlte Mindestjahresurlaub ist in der EU unterschiedlich hoch und reicht von 20 Tagen pro Jahr in den meisten Mitgliedstaaten bis zu 25 Tagen in einigen Ländern.

Laut den Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) für das Jahr 2020 bieten 18 Länder den nach EU-Recht vorgeschriebenen Mindesturlaub von 20 Tagen, nämlich Belgien, Bulgarien, Deutschland, Estland, Finnland, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, die Niederlande, Polen, Rumänien, die Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn.

Außerhalb der EU bietet die Schweiz ebenfalls 20 Tage, während das Vereinigte Königreich mindestens 28 Tage, allerdings einschließlich der Feiertage, gewährt.

Österreich, Frankreich, Luxemburg, Schweden und Dänemark bieten mindestens 25 Tage bezahlten Jahresurlaub pro Jahr.

Es steht den Unternehmen frei, mehr als den Mindestjahresurlaub zu gewähren. Oft hängt dies von der Dauer der Betriebszugehörigkeit, der Art des Vertrags und der Tätigkeit ab.

Durch Tarifverhandlungen mit den Gewerkschaften hat sich der bezahlte Urlaub in einigen europäischen Ländern um bis zu fünf Tage pro Jahr erhöht.

Welches EU-Land hat die meisten Feiertage?

Krankheitsurlaub, wöchentliche Ruhezeiten, Mutterschaftsurlaub, Urlaub bei langjährigem Dienst, Elternurlaub und - in den meisten Ländern - gesetzliche Feiertage werden getrennt vom bezahlten Jahresurlaub berechnet.

Im Jahr 2020 variierten die gesetzlichen jährlichen Feiertage zwischen den EU-Ländern von sechs Tagen in Griechenland bis zu 15 Tagen in Lettland, Litauen und der Slowakei. In den meisten Mitgliedstaaten betrug er mehr als 10 Tage. Der EU-Durchschnitt lag bei 11,7 Tagen.

Nimmt man den bezahlten Mindesturlaub und die gesetzlichen Feiertage in der EU zusammen, so hat Griechenland mit 26 Tagen den niedrigsten Wert, während Österreich und Malta mit 38 Tagen den höchsten Wert aufweisen. Der EU-Durchschnitt liegt bei 33 Tagen.

Im Vereinigten Königreich werden gesetzliche Feiertage auf den gesetzlichen Mindesturlaub von 28 Tagen angerechnet, so dass Arbeitnehmer, die an diesen Tagen arbeiten, Anspruch auf einen anderen freien Tag haben.

Wie Sie Ihren Jahresurlaub im Jahr 2024 optimal nutzen können

Wenn Sie Ihren Urlaub um die Feiertage herum planen, können Sie Ihre zusammenhängenden Urlaubstage maximieren und längere Pausen einlegen.

Tipps zur Maximierung Ihres Jahresurlaubs in Deutschland

Nehmen Sie über Ostern (25.-28. März oder 2.-5. April) in Deutschland vier Tage Urlaub und erhalten Sie dank der Feiertage am 29. und 31. März sowie am 1. April neun Tage Pause.

Da der Tag der Arbeit (1. Mai) in diesem Jahr auf einen Mittwoch fällt, können Sie fünf Tage am Stück frei bekommen, wenn Sie zwei Tage frei nehmen (29.-30. April oder 2.-3. Mai).

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Nehmen Sie vier Tage frei (21.-24. Mai), um um Pfingsten herum neun Tage Urlaub zu haben, da der 20. Mai ein Feiertag ist.

Wie der 1. Mai fallen die in allen Bundesländern geltenden Feiertage in diesem Jahr alle in die Wochenmitte und bieten so weitere Möglichkeiten zur Optimierung der Urlaubsplanung: Christi Himmelfahrt (9. Mai) ist ein Donnerstag. Fronleichnam (30. Mai), gesetzlicher Feiertag in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland ist ebenfalls ein Donnerstag; so wie auch der für das ganze Land geltende Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) und der Reformationstag (31. Oktober), der in Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen Feiertag ist.

Außer den neun gesetzlichen Feiertag, die landesweit gelten, hat Deutschland in diesem Jahr insgesamt noch elf regionale zu bieten.

16 Tage Urlaub mit nur sieben Tagen bezahltem Urlaub in Frankreich

Auch in Frankreich ist Ostern eine gute Zeit für eine längere Pause. Freitag, der 29. März, und Montag, der 1. April, sind Feiertage. Buchen Sie also den 2. bis 5. April, um einen neuntägigen Urlaub zu bekommen und dabei nur vier Tage Jahresurlaub zu nehmen.

Die besten Aussichten für einen längeren Urlaub bietet jedoch der Monat Mai: Der 1., 8. und 9. Mai sind Feiertage, so dass Sie von Samstag, dem 27. April, bis Sonntag, dem 12. Mai, frei nehmen können (16 Tage) und nur sieben Tage Urlaub nehmen müssen.

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Alternativ können Sie eine neuntägige Pause (18.-26. Mai) einlegen und dabei vier Tage Urlaub zu Pfingsten nehmen, da der 20. Mai ein Feiertag ist.

Im Herbst können Sie wiederum vier Tage Urlaub für neun Tage nehmen (entweder vom 26. Oktober bis 3. November oder vom 9. bis 17. November), da der 1. und 11. November Feiertage sind.

Drei von zehn EU-Bürgern können sich eine Woche Jahresurlaub nicht leisten

Auch wenn es Urlaubstage gibt, kann die Finanzierung von Reisen ein Problem darstellen. Im Jahr 2022 konnten sich fast drei von zehn (29 Prozent) der EU-Bürger einen einwöchigen Jahresurlaub nicht leisten.

Unter den EU-Mitgliedern verzeichnete Rumänien den höchsten Anteil von Personen in dieser Situation, wobei sich eine große Mehrheit (63 %) eine einwöchige Reise nicht leisten konnte. In vier Ländern lag dieser Anteil bei über 40 Prozent: Griechenland (49 %), Bulgarien (44 %), Kroatien (42 %) und Ungarn (41 %).

In Schweden konnten sich nur 10 Prozent der Menschen einen einwöchigen Urlaub nicht leisten, gefolgt von Finnland (12 %), den Niederlanden und Dänemark (jeweils 13 %).

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In Deutschland waren es 22 Prozent, im Vereinigten Königreich 24 Prozent und in Frankreich 25 Prozent.

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