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Krise im Biermarkt? Heineken baut weltweit bis zu 6.000 Stellen ab

ARCHIV: Ein Zuschauer trinkt Bier im sechsten Inning eines Baseballspiels der Texas Rangers gegen die Toronto Blue Jays am Dienstag, 27. Mai 2025, in Arlington, Texas.
ARCHIV: Ein Zuschauer trinkt im sechsten Inning eines Baseballspiels der Texas Rangers gegen die Toronto Blue Jays am Dienstag, den 27. Mai 2025, in Arlington, Texas. Copyright  AP Photo
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Von Euronews mit AFP
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Der weltweit zweitgrößte Braukonzern zieht seine Sparpläne an, denn in wichtigen Märkten lässt die Nachfrage nach, und der Vorstandschef bereitet den Rückzug vor.

Der unter Druck stehende niederländische Braukonzern Heineken will bis zu 6.000 Stellen streichen. Das Unternehmen begründet den Schritt mit „schwierigen Marktbedingungen“.

Heineken will nach eigenen Angaben die Produktivität im großen Stil steigern, um deutlich Kosten zu sparen, und in den kommenden zwei Jahren weltweit zwischen 5.000 und 6.000 Stellen abbauen.

Der Konzern warnt seit Monaten, dass die Nachfrage nach Bier in wichtigen Märkten nachlässt. Viele Verbraucher reagieren nach Jahren hoher Inflation und mehrfacher Preiserhöhungen deutlich sensibler auf Preise.

Im jüngsten Geschäftsbericht meldete Heineken für 2025 rückläufige Absatzmengen, besonders stark in Europa und auf dem amerikanischen Kontinent. Für 2026 erwartet der Konzern nur noch ein langsameres Gewinnwachstum – der Druck, zusätzliche Einsparungen zu finden, steigt.

„Wir bleiben bei unseren kurzfristigen Erwartungen für die Biermärkte vorsichtig“, erklärte Vorstandschef Dolf van den Brink in einer Mitteilung.

Van den Brink hatte das Unternehmen im vergangenen Monat überrascht, als er seinen Rücktritt nach fast sechs Jahren an der Spitze ankündigte.

Er sprach von „gemischten Gefühlen“ und erinnerte daran, dass er Heineken „durch turbulente wirtschaftliche und politische Zeiten“ geführt habe.

Heineken ist nach AB InBev der weltweit zweitgrößte Brauer. Der Gesamtausstoß sank im vergangenen Jahr um zwei Komma vier Prozent.

Besonders stark war der Rückgang in Europa und auf dem amerikanischen Kontinent mit minus vier Komma eins beziehungsweise minus drei Komma fünf Prozent.

Der Brauer arbeitet zudem an einer umfassenderen Umstrukturierung im Rahmen seiner langfristigen „EverGreen 2030“-Strategie.

Bereits im Oktober 2025 hatte Heineken angekündigt, die globale Konzernzentrale umzubauen. Dazu gehören Vereinfachungen der Unternehmensstrukturen sowie ein Ausbau gemeinsamer Dienste und der Digitalisierung.

Der jetzt vorgestellte Stellenabbau, den der Konzern als „beschleunigte Produktivitätssteigerung in großem Maßstab“ bezeichnet, ist Teil dieser Strategie: Funktionen sollen stärker gebündelt und Kosten gesenkt werden.

Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Heineken mit einem operativen Gewinnzuwachs zwischen zwei und sechs Prozent. Weltweit beschäftigt der Konzern rund 87.000 Mitarbeiter.

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