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Seeanemonen: Forscher retten die gefragte und bedrohte Spezialität

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Seeanemonen: Forscher retten die gefragte und bedrohte Spezialität
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Ana Esther Ortiz Maldonado arbeitet daran, Seeanemonen zu retten. Diese empfindlichen wirbellosen Tiere, die sowohl von legalen als auch von illegalen Fischern auf dem Meeresboden massenhaft geerntet werden, sind in ihrer Anzahl rückläufig und werden Opfer ihres eigenen Erfolgs in der traditionellen lokalen Gastronomie in Spanien.

"Es geht darum, Seeanemonen - eine sehr ausgebeutete Spezies vor den Küsten von Granada, in der Nähe von Malaga - in Gefangenschaft zu reproduzieren und sie dann wieder in die natürliche Umgebung auszusetzen", sagt Ana Esther Ortiz Maldonado.

Forscher von iMare Natural, einem Spin-off-Unternehmen der Universität Granada, versuchen, Anemonen in einem kontrollierten Aquakultur-System zu züchten und am Meeresboden wieder frei zu lassen. So wollen sie eine effektive Methode zur Wiederherstellung natürlicher Populationen entwicklen.

Ana Esther Ortiz Maldonado erklärt, dass sie die Anlage eine alte Fischfarm für das ORTIMAR-Projekt nutzen. Die Pilot-Anlage ahmt die Funktionsweise natürlicher Ökosysteme nach, um Abfall zu minimieren, den Wasserverbrauch zu reduzieren und den Energieverbrauch zu senken.

"Wir arbeiten hier in einem geschlossenes Kreislaufsystem. Wir pumpen Meerwasser hinein und halten die Anemonen zusammen mit anderen Organismen, die auch eine reinigende Wirkung haben. Die Organismen gehören zu verschiedenen trophischen Ebenen, so dass einige von den organischen Abfällen der anderen profitieren, um einen vollständig sauberen und ökologisch nachhaltigen Kreislauf aufrechtzuerhalten", erklärt Ana Esther Ortiz Maldonado.

Natürliche Wasserfilter: Seeigel, Schnecken, Krebse, Seegurken und Muscheln

Viele hoffen, dass dieser Ansatz, der als integrierte multitrophische Aquakultur (IMTA) bekannt ist, in absehbarer Zeit viele Umweltprobleme reduzieren kann, die mit traditionellen Fischzuchtmethoden verbunden sind.

Ana Esther Ortiz Maldonado sagt, dass sich ihr Projekt auf die Anemone konzentriert, aber dass man auch pflanzenfressende Arten hinzufügen könne, die Algen fressen, die an den Wänden und am Boden des Beckens wachsen. "Wir haben zum Beispiel Seeigel und Schnecken. Wir haben auch Filtrierer, die Muscheln, die in der Lage sind, gelöste organische Stoffe in diesem geschlossenen Kreislauf herauszufiltern und die Mikroalgen, die in diesem nährstoffreichen System wachsen."

Und noch mehr Arten können das Wasser rein halten und damit Energie sparen. "Schließlich haben wir detritivore Arten - Krebse und Seegurken", sagt sie.

"sie können die partikulären organischen Stoffe fressen, die sich am Boden des Beckens absetzen, und die überschüssigen organischen Stoffe, die nicht von den Anemonen aufgenommen werden. Damit schließt sich der Kreislauf. Das Wasser bleibt völlig rein, und wir brauchen nicht so viel Energie beim Umpumpen des Meerwassers."