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Zu mildes Wetter: Bienen werden aus dem Winterschlaf gerissen

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Bienenstock in New Hampshire, USA (Archivfoto)
Bienenstock in New Hampshire, USA (Archivfoto)   -   Copyright  AP Photo/Elise Amendola
Von Euronews  mit EBU/RTBF

Das aktuell extrem milde Winterwetter mit frühlingshaften Temperaturen hat einen unliebsamen Nebeneffekt auf die Natur; Honigbienen erwachen viel zu früh aus dem Winterschlaf und beginnen auszuschwärmen, bevor es etwas zu einsammeln gibt.

Belgische Imker warnen vor einem gefährlichen Kreislauf, der den ohnehin schon stark von Pestiziden und Klimawandel bedrohten Bienen noch mehr zu schaffen machen könnte.

"Die Bienen glauben, dass der Frühling da ist. Die Königin fängt wieder an, Eier zu legen, das Volk wächst. Und dann kommt wieder eine Kälteperiode, das Bienenvolk zieht sich wieder im Stock zu einer Traube zusammen. 

Doch es gibt unter Umständen nicht genug Bienen, um die gesamte Brut zu wärmen. Daher kann es sein, dass es ein Teil der Larven stirbt.

Ideal wäre eine gute Kälteperiode von 2-3 Monaten. Aber abwechselnd heiß und dann kalt, das zerstört die Bienenvölker."

Ein weiteres Problem ist der Honigvorrat. Ein Blick in die Bienenstöcke macht deutlich; wie es um die Insekten steht. Imker Mathieu Decoster finden sie ein wenig antriebslos, sie sollten sich stärker gruppieren zu dieser Jahreszeit.

"Wenn ihre Nahrungsreserven aufgebraucht hat, sterben sie einfach. Sie sind nicht autonom. Viele Leute denken, dass sie wild und frei in der Natur leben. Aber sie sind domestiziert. Das macht wirklich einen Unterschied."

Imker warnen, dass nicht saisongemäße Temperaturschwankungen die Feinabstimmung der Bienenvölker langfristig durcheinanderbringen könnten - mit dramatischen Auswirkungen auf die so wichtige Bestäubung von Nutz- und Wildpflanzen.