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Meeresschildkröten: die größte Bedrohung ist der Mensch

Mit Unterstützung von The European Commission
Meeresschildkröten: die größte Bedrohung ist der Mensch
Copyright euronews
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Von Denis LoctierSabine Sans
Zuerst veröffentlicht am
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Meeresschildkröten gab es bereits zur Zeit der Dinosaurier: Sie überlebten tiefgreifende Veränderungen der Meere im Laufe der Zeit. Doch Beifang, illegaler Handel, Umweltverschmutzung und der Klimawandel setzen ihnen zu.

Meeresschildkröten, die weltweit in den Ozeanen vorkommen, sind in mehrfacher Hinsicht durch den Menschen bedroht: Sie werden wegen ihrer Eier, ihres Fleisches und ihrer Panzer gejagt; sie verfangen sich in Fanggeräten und leiden unter der Plastikverschmutzung. Der Tourismus beeinträchtigt ihre Nistgebiete, und der Klimawandel mit dem Anstieg des Meeresspiegels und der Veränderung der Sandtemperaturen wirkt sich auf ihre Nester und ihren Nachwuchs. Deshalb muss der Schutz jeder Meeresschildkrötenart unterstützt werden.

Seit 1983 setzt sich die griechische Non-Profit-Organisation ARCHELON für Meeresschildkröten ein. Die Aktivisten überwachen Strände, schützen die Nester und in Glyfada bei Athen gibt es ein spezielles Zentrum, in dem verletzte Schildkröten gepflegt werden. 

Eirini Kasimati, die Leiterin des ARCHELON-Rettungsnetzwerks und Rehabilitationsbeauftragte, sprach mit Euronews über die wichtige Arbeit der Organisation und die Notwendigkeit, die Öffentlichkeit stärker für den Schutz dieser uralten Meeresbewohner - und ihrer gesamten Meeresumwelt - zu sensibilisieren:

"Das ARCHELON-Rettungszentrum für Meeresschildkröten wurde 1994 gegründet und nimmt seither verletzte Meeresschildkröten aus ganz Griechenland auf.

Vielfältige Aufgabe

Es ist eine komplexe Aufgabe: Sobald ein Tier krank oder verletzt aufgefunden wird, gibt es viele Bürger, die uns informieren. Auch die örtliche Küstenwache ist involviert und hilft beim Transport des Tieres nach Athen.

Langer Genesungsprozess

Wenn das Tier bei uns im Rettungszentrum ankommt, folgt meist ein langer Genesungsprozess. Er hängt von der Art der Verletzung und vom Zustand des Tieres ab. Wir sorgen dafür, dass es ihnen so schnell wie möglich wieder gut geht. Das Ziel ist natürlich, sie wieder freizulassen, sie wieder im Meer auszusetzen.

Das Rettungszentrum ist täglich für die Öffentlichkeit zugänglich, der Eintritt ist frei. Jeder, der unsere Arbeit beobachten und mehr über Meeresschildkröten und die Arbeit von ARCHELON erfahren möchte, kann uns besuchen. Das ist sehr wichtig, denn so können wir das Bewusstsein schärfen. Wir können über die Bedrohungen aufklären, denen Meeresschildkröten in freier Wildbahn ausgesetzt sind, und den Besuchern zeigen, was jeder Einzelne von uns tun kann (auch ganz einfache Dinge), um Meeresschildkröten zu helfen. Wir ermutigen die Menschen auch, umweltbewusst zu handeln. Jede noch so kleine Maßnahme, die den Meeresschildkröten hilft, hilft auch der Umwelt im Allgemeinen, was sehr wichtig ist."

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