Letzter Tag der COP28: Staaten ringen weiter um Abschlusserklärung

Auf der COP28 in Dubai
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Kurz vor Schluss der Klimakonferenz hat der Gastgeber in Dubai einen Entwurf für den Abschlusstext vorgelegt - der vielen missfällt. Gelingt es Deutschland und anderen Staaten, den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas darin doch noch zu verankern?

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Am vorletzten Tag der Weltklimakonferenz herrschte am Montag Unzufriedenheit in Dubai. Die USA, die EU und von klimabedingten Überflutungen bedrohte Staaten forderten eine Abschlusserklärung, in der der Abschied von fossilenen Energieformen ausdrucklich erwähnt wird. Doch in der letzten Version war lediglich von einer Reihe von Maßnahmen die Rede, die die Staaten ergreifen "könnten."

"Das ist so nicht akzeptabel"

"Dieser Text ist unzureichend, einfach unzureichend. Es gibt Elemente, die so nicht akzeptabel sind. Es ist eine Enttäuschung", so die französische Ministerin für Energiewandel, Agnès Pannier-Runacher. 

Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock sagte: 

"In dieser kritischen Situation ist es dringend erforderlich, fossile Brennstoffe im Energiesektor zu ersetzen, das fehlt hier völlig. Die Formulierungen zur Kohle stehen im Widerspruch zur Energiepolitik der EU und ermöglichen neue Kohlekraftwerke.“

"Reduzieren" statt "ausblenden"

Klimaaktivisten haben den Entwurf der Abschlusserklärung scharf kritisiert. Darin wird eine „Reduzierung“ des Einsatzes fossiler Brennstoffe gefordert. Ein Rückschritt im Vergleich zu früheren Vorschlägen.

„Saudi-Arabien und andere Länder, die fossile Brennstoffe produzieren, haben einen Rückzieher gemacht und nun sehen wir diese Sprache, die sich lediglich auf eine Reduzierung des Verbrauchs und der Produktion fossiler Brennstoffe bezieht. Das ist inakzeptabel. Wir als Zivilgesellschaft lehnen den Text ab. Denn wir befinden uns bereits in einem Klimanotstand", so Harjeet Singh von Climate Action Network International. 

Zuletzt formten Aktivisten in Dubai ein Spalier, durch dass die Verhandler der Mitgliedstaaten gehen mussten, um zum Ort der Beratungen zu gelangen. Ein Zeichen der Mahnung an die Staaten der Welt, sich doch noch zu einigen.

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