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Eine Ära endet: Kathleen Kennedy verlässt Disney und Star Wars

Archiv: Kathleen Kennedy nahm ihren BAFTA-Ehrenpreis bei den BAFTA Film Awards in London am zweiten Februar 2020 entgegen.
Archiv: Kathleen Kennedy erhält den BAFTA-Ehrenpreis bei den BAFTA Film Awards in London am zweiten Februar 2020. Copyright  AP Photo/Joel C Ryan/Invision
Copyright AP Photo/Joel C Ryan/Invision
Von Tokunbo Salako & Jake Dutiekwicz mit AP
Zuerst veröffentlicht am
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Die erste Star-Wars-Ära nach der Disney-Übernahme ist vorbei. Kathleen Kennedy ist offiziell als Präsidentin von Lucasfilm, Disneys Star-Wars-Schmiede, zurückgetreten.

Ein Imperium schlägt ein neues Kapitel auf. Die erste Star-Wars-Dynastie unter Disney ist vorbei.

Kathleen Kennedy tritt nach 13 turbulenten Jahren als Präsidentin von Lucasfilm zurück. Sie gibt ihr Amt an der Disney-Tochter ab, die Heimat des Star Wars-Franchise ist.

Seit 2012, als Disney Lucasfilm samt aller Rechte übernahm, prägte Kennedy eine der produktivsten und lukrativen Phasen der populärsten Sci-Fi-Saga der Welt.

Ihre Ära brachte Star Wars in die moderne Content-Ökonomie: die drei Sequel-Filme zur Originaltrilogie (1977 bis 1983), zwei eigenständige Kinofilme (Rogue One, Solo), fünf große Serien (The Mandalorian, The Book of Boba Fett, Obi-Wan Kenobi, Ahsoka, Andor) sowie Dutzende Animationsformate, Videospiele, Bücher und Comics. All das befeuerte den Ruf von Star Wars als vielleicht größtes fiktionales Universum.

Trotz Lob für Produktionen wie Andor oder den Auftakt der Sequel-Trilogie, The Force Awakens, sah sich die Ex-Präsidentin scharfer Kritik aus der Alt-Fanbasis ausgesetzt. Der Streit kulminierte im hochpolarisierenden The Last Jedi. Auf der Online-Plattform Rotten Tomatoes vergaben Kritiker starke 91 Prozent, das Publikum lediglich 41 Prozent.

Dem Vorstand dürfte das kaum geschadet haben. Unter Kennedys Führung spielte das Franchise allein an den Kinokassen 5,6 Milliarden US-Dollar (4,2 Milliarden Euro) ein. Solide, wenn man die 4,2 Milliarden US-Dollar (3,6 Milliarden Euro) bedenkt, die Disney für den Kauf zahlte.

Nachfolge

Nun übergibt Kennedy die Leitung von Lucasfilm an den bisherigen Kreativchef Dave Filoni und an Lynwenn Brennan, die für Unternehmensangelegenheiten und den operativen Betrieb zuständig ist.

ARCHIV: Kathleen Kennedy und Regisseur Dave Filoni treffen R2-D2 und C3PO auf einer Star-Wars-Fanmesse in Chiba bei Tokio, Japan, 18. August 2025
ARCHIV: Kathleen Kennedy und Regisseur Dave Filoni treffen R2-D2 und C3PO auf einer Star-Wars-Fanmesse in Chiba bei Tokio, Japan, 18. August 2025 AP Photo/Hiro Komae

Filoni ist den meisten Star-Wars-Anhängerinnen und -Anhängern ein Begriff. Er prägte einige der beliebtesten Werke des Franchise, darunter die Animationsserie Star Wars: Clone Wars (2008 bis 2020). Jüngst war er auch an Ahsoka (2023) beteiligt.

Filoni bleibt Kreativchef und übernimmt zusätzlich den Präsidentenposten. Brennan wird Co-Präsidentin. Beide sollen den Tagesbetrieb des Studios führen.

„Von Rey bis Grogu hat Kathy die größte Erweiterung der Star-Wars-Erzählwelt auf dem Bildschirm möglich gemacht, die wir je gesehen haben“, sagte Filoni. „Ich bin George, Bob Iger, Alan Bergman und Kathy für ihr Vertrauen und die Chance, Lucasfilm in dieser neuen Rolle zu führen, unglaublich dankbar. Ich liebe diesen Job. Möge die Macht mit euch sein.“

Vor Lucasfilm zählte Kennedy zu den erfolgreichsten Produzentinnen Hollywoods. 1981 gründete sie gemeinsam mit Steven Spielberg und ihrem späteren Ehemann Frank Marshall Amblin Entertainment. Sie produzierte E.T., Indiana Jones and the Temple of Doom, Jurassic Park und die Back to the Future-Trilogie.

Als Präsidentin verantwortet sie noch zwei letzte Projekte im Star Wars-Kosmos: als Executive Producerin die kommenden Filme The Mandalorian & Grogu und Star Wars: Starfighter mit Ryan Gosling.

Cutter • Theo Farrant

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