Sacharow-Preis 2019 geht an chinesischen Menschenrechtler Ilham Tohti

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Von Stefan GrobeEuronews
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Sacharow-Preis geht an chinesischen Menschenrechtler Ilham Tohti. Der Wirtschaftswissenschaftler setzt sich für die Rechte der Uiguren ein

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Der uigurische Wirtschaftswissenschaftler und Menschenrechtsaktivist Ilham Tohti erhält den diesjährigen Sacharow-Preis des Europäischen Parlaments für geistige Freiheit.

Tohti hat sein Leben dem Einsatz für die Rechte der uigurischen Minderheit in China gewidmet, erklärte Parlamentspräsident David Sassoli während einer Sitzung in Straßburg.

Tohti war 2014 in einem Schauprozess wegen seines Aktivismus verurteilt worden.

Seitdem blieb er eine Stimme der Mäßigung und der Versöhnung.

Seit mehr als zwei Jahrzehnten setzt er sich unermüdlich für einen Dialog zwischen den Uiguren und China ein.

Dem galt auch sein akademisches Interesse.

Außerdem war er ein lautstarker Anwalt von regionalen Autonomiegesetzen in China.

Tohti wird an diesem Freitag 50 Jahre alt.

Er war in diesem Jahr auch für den Friedensnobelpreis nominiert.

Der Präsident des Europa-Parlaments David Sassoli erklärte sich auf Twitter erfreut, die Verleihung des Sacharow-Preises an Ilham Tohti anzukündigen. Das EU-Parlament verlange dessen sofortige Freilassung.

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