Spannungen zwischen der EU und Kuba

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Von Stefan Grobe
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Mit scharfen Worten hat Brüssel die Unterdrückung der jüngsten Proteste in Kuba kritisiert - Havanna reagierte mit einer ebensolchen Replik.

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Zwischen der Europäischen Union und Kuba nehmen die diplomatischen Spannungen zu. EU-Außenbeauftragter Josep Borrell veröffentlichte eine Erklärung, in der er mit scharfen Worten die Unterdrückung der kuabnischen Proteste Mitte Juli kritisiert.

Zugleich rief er die Regierung in Havanna auf, die Menschenrechte zu respektieren und die bei den Demonstrationen wilkürlich Festgenommen wieder freizulassen.

Kubas Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla wies umgehend auf Twitter die Vorwürfe zurück und warf Borrell vor, die US-Sanktionen gegen Kuba mit keinem Wort zu erwähnen. 

Politische Analysten sehen in diesem Austausch den Versuch der EU, Kuba zu einer Öffnung seiner Politik zu bringen. Wie es jetzt weitergehe, hänge ganz vom Vorgehen der kubanischen Regierung ab, sagt Anna Ayuso vom Zentrum für Internationale Beziehungen in Barcelona. Zwar werde die EU keine Sanktionen gegen Havanna verhängen, aber die bilateralen Beziehungen dürften sich sehr abkühlen, sollte die Regierung intern nur Härte zeigen.

Die Proteste in diesem Sommer waren die schwersten seit 1994. Dieses Mal war nicht nur in Havanna demonstriert worden, sondern im ganzen Land. Die Menschen verlangten politische Veränderung und eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage.

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