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Eine Verkehrsachse in Schweden wird nachhaltig ausgebaut

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Von Aurora Velez
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Eine Verkehrsachse in Schweden wird nachhaltig ausgebaut
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Die Mittstråket ist eine Verkehrsachse, die von Ost nach West durch Mittelschweden läuft. Um den CO2-Fußabdruck dieser Strecke zu verringern, werden im Rahmen eines europäischen Projekts Ladestationen für Elektroautos an den Bahnhöfen eingerichtet. Damit will man nachhaltigen Verkehr abgelegenen Gebieten fördern.

Grüner und nachhaltiger Ausbau

Die Hauptverkehrsachse in Mittelschweden wird grün und nachhaltig ausgebaut. Entlang der gesamten Strecke werden Ladestationen für Elektrofahrzeuge installiert.

Die Mittstråket, - was so viel heißt wie „mittlere Straße“, ist eine der Hauptverkehrsachsen Schwedens (E14). Sie durchquert das Land von Osten nach Westen in Richtung Norwegen. Dank eines europäischen Projekts wird die im Winter verschneite Straße „grün“ ausgebaut.

Dazu sollen an allen Bahnhöfen auf dieser Strecke die Anzahl der Ladestationen für Elektrofahrzeuge erhöht werden. Ziel ist es, den gemischten Verkehr zu fördern und die Kohlenstoffemissionen im Personenverkehr zu reduzieren.

"Auf Reisen ist es angenehm, mein Auto während meines Aufenthalts in der Stadt aufladen zu können", sagt Jimmy Anjevall, Benutzer & Geschäftsentwickler, Ladda I Mittstråket. "Im Vergleich zum Laden zu Hause ist es zwar ein bisschen teurer, aber nicht sehr. Es kostet 0,29 Euro pro Kilowattstunde. (drei schwedische Kronen)."

Die Ladestationen funktionieren mit einer Karte, eine App zeigt die verfügbaren Ladestationen und deren Standort an.

Fakten & Zahlen

Das Projekt Ladda i Mittstråket hat ein Gesamtbudget von 807.536 Euro (8,3 Millionen schwedische Kronen), 50 % (403.768 Euro, in Kronen: 4,15 Millionen) werden von der europäischen Kohäsionspolitik finanziert. Geplant sind 85 Ladestationen (jede mit mindestens 2 Ladepunkten) für mehr als 200.000 potenzielle Nutzer (206.387), die zwischen Sundsvall und Storlien an der 358 Kilometer langen Strecke wohnen.

In Schweden gibt es die meisten Elektrofahrzeuge in der EU. Das Projekt soll sicherstellen, dass Bürger auch in dünn besiedelten Gebieten von Ladestationen profitieren.

"Es gibt gute Zugverbindungen und öffentliche Verkehrsmittel", so Henrietta Philp, Projekt-Managerinct Ladda i Mittstråket. "Aber manchmal ist es schwierig, damit ans Ziel zu kommen. Dann braucht man vielleicht ein Auto. Wir wollen den Menschen hier die gleichen Möglichkeiten geben, ein Elektrofahrzeug zu besitzen und zu nutzen, wie in anderen dichter besiedelten Teilen Schwedens."

Die Installation der Ladesäulen begann im Januar 2021 und soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Die Teams von Jämtkraft Strategi arbeiten, wie hier in åre, wenn das Wetter es zulässt.

Neben dem Wetter gibt es weitere Herausforderungen, erklärt Caroline Hildahl, Projekt-Managerin bei Jämtkraft Strategi:

"Die größten Anforderungen bei dieser Art von Projekten sind zum einen die Koordinierung verschiedener paralleler Prozesse mit den Grundstückseigentümern, der Netzgesellschaft, den nationalen Verkehrsbehörden. Außerdem gibt es eine Kulturerbestätte. Das alles muss berücksichtigt werden."

Bis 2030 soll die Mittstråket zu einem funktionalen und nachhaltig grenzüberschreitendem Verkehrskorridor ausgebaut werden.