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Geberkonferenz für Syrien: 6,4 Milliarden Euro zugesagt

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Von Stefan Grobe  & Alberto De Filippis
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Sechste Syrien-Geberkonferenz in Brüssel
Sechste Syrien-Geberkonferenz in Brüssel   -   Copyright  Olivier Matthys/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved

6,4 Milliarden Euro - diese Summe hat die internationale Gemeinschaft aufgebracht, um die kontinuierliche Unterstützung für die syrische Bevölkerung sicherzustellen und für die Länder, die Flüchtlinge aufnehmen. Die Europäische Union sagte 1,5 Milliarden Euro zu.

Brüssel war Gastgeber der sechsten Geberkonferenz für Syrien und die Region. Dort dauert der Konflikt seit 2011 an. Eine moralische Pflicht angesichts einer beispiellosen humanitären Katastrophe, wie EU-Außenbeauftragter Josep Borrell erklärt.

90 Prozent der noch in Syrien lebenden Syrer lebten in Armut, sagte Borrell. Das heiße fast jeder außer Assad und seiner Clique. 60 Prozent der Bevölkerung litten unter Ernährungsunsicherheit.

Insgesamt nahmen 55 Länder an der Konferenz teil. Ein Teil des in den vergangenen Jahren versprochenen Geldes sei jedoch nicht immer bei den Syrern angekommen, so klagen Aktivisten.

Die finanzielle Hilfe habe die Situation in zahlreichen Bereichen verbessert, sagt Sawsan Abou Zainedin von der Syria Resource Group. Allerdings habe sie auch zu gefährlichen Mustern vor Ort beigetragen. Man habe gesehen, dass Hilfe zu Menschenrechtsverletzungen und zur Vertiefung bestehender Spaltungen beigetragen habe. Auch habe das Geld die Konfliktökonomie gestützt, weil es von bestimmten Akteuren vor Ort umgeleitet und missbraucht worden sei.

Borrell versprach, mit seriösen Partnern zusammenzuarbeiten.

Russland war dieses Mal nicht zur Geberkonferenz eingeladen. Seitens der EU hieß es, angesichts des Kriegs in der Ukraine spiele Moskau bisher nicht die Rolle eines Friedensstifters.