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NATO hat 40.000 Soldaten an der europäischen Grenze zu Russland

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Von Stefan Grobe  & Jorge Liboreiro
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Die aktuelle NATO-Präsenz ist so stark wie seit Jahren nicht mehr
Die aktuelle NATO-Präsenz ist so stark wie seit Jahren nicht mehr   -   Copyright  AP Photo/Frank Augstein

Die Zahl der Truppen unter NATO-Kommando, die an der Ostflanke des Bündnisses stationiert sind, hat 40.000 erreicht – fast zehnmal so viel wie im letzten Jahr.

Nach Angaben der NATO standen im Februar 2021 oder ein Jahr bevor Russland seinen Angriff auf die Ukraine startete, 4.650 Soldaten unter direktem NATO-Kommando. Diese Truppen waren in vier multinationalen Kampfgruppen stationiert, die sich jeweils in Estland, Lettland, Litauen und Polen befanden.

Dann begann Russland, seine Truppen und Fähigkeiten entlang seiner gemeinsamen Grenze in der Ukraine zu stationieren, und beschleunigte diese Schritte Ende letzten Jahres und im Januar mit dem Argument, es sei ein defensiver Schritt gegenüber dem NATO-Anstreben der Ukraine und der Osterweiterung des transatlantischen Bündnisses seit den 1990er Jahren.

Die NATO und ihre 30 Mitglieder reagierten auf den Aufbau russischer Truppen, indem sie ihre östlichen Stellungen mit mehr Truppen und Material stärkten.

Einen Monat nach Beginn der russischen Invasion in der Ukraine standen 40.000 alliierte Truppen unter direktem NATO-Kommando, wobei jede bestehende Kampfgruppe deutlich verstärkt wurde – Polens Gruppe stieg von 1.010 auf 10.500 – während vier neue Kampfgruppen in der Slowakei, Ungarn, Rumänien und Bulgarien aufgestellt wurden.

Darüber hinaus haben viele europäische Länder im Rahmen bilateraler Abkommen zusätzliche US-Truppen auf ihrem Boden angefordert, wodurch die Gesamtzahl amerikanischer Soldaten in ganz Europa auf etwa 100.000 gestiegen ist – den höchsten Stand seit 2005.

Die Aggression Russlands hat auch die europäischen NATO-Mitglieder dazu veranlasst, sich zu verpflichten, ihre Verteidigungsausgaben deutlich zu erhöhen, um das Ziel des Bündnisses von 2 % des BIP zu erreichen. Die NATO-Mitglieder haben auch mit einem „Reset“ ihrer Strategie begonnen und versprechen, die Einsätze und Fähigkeiten am Boden, auf See und in der Luft noch weiter zu stärken. Weitere Einzelheiten zu dieser Strategie sollen auf einem Gipfeltreffen im Juni bekannt gegeben werden.

Darüber hinaus haben zwei europäische Länder – Schweden und Finnland – nun offiziell beantragt, dem Verteidigungsbündnis beizutreten, was die Länge der gemeinsamen Grenze des Bündnisses mit Russland effektiv verdoppeln würde.

Sehen Sie sich unseren Bericht im Videoplayer an, um weitere Einzelheiten zu erfahren.