EventsVeranstaltungenPodcasts
Loader

Finden Sie uns

WERBUNG

THE CUBE: Was tun wenn die Bahn streikt - Italien als Vorbild für EU?

Streiks und Proteste in Frankreich - gegen die Rentenreform
Streiks und Proteste in Frankreich - gegen die Rentenreform Copyright Christophe Ena/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
Copyright Christophe Ena/Copyright 2023 The AP. All rights reserved.
Von Sophia KhatsenkovaEuronews
Zuerst veröffentlicht am
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

Nicht nur die Regierung in Frankreich will dem Beispiel Italiens folgen und einen Mindestservice im Fall von Streiks bei der Bahn einführen.

WERBUNG

Bei #TheCube geht es um die Pläne der Regierungen in Europa, im Falle von Bahnstreiks einen Minimum-Service zu garantieren. Sophia Khantsenkova - auf Twitter @SKhatsenkova - hat nachgefragt.

Hunderttausende Demonstrierende sind auf die Straße gegangen und haben in Frankreich so einiges zum Stillstand gebracht. Zum zweiten Mal in diesem Monat streikten verschiedene Gewerkschaften, von Lehrern bis zu Eisenbahnern, gegen die Pläne der Regierung, das Rentenalter anzuheben.

Trotzdem hält Präsident Emmanuel Macron an der geplanten Rentenreform fest

Nur jeder dritte Hochgeschwindigkeitszug war an diesem Dienstag in Betrieb.

Der französische Verkehrsminister Clement Beaune hat angekündigt, dass die Regierung eine Reform der Streikgesetze plant, nach italienischem Vorbild.

Doch was bedeutet das?

Italien als Vorbild: Kein Streik an Weihnachten, Ostern und in den Sommerferien

Eisenbahnbeschäftigte in Italien dürfen während der Feiertage wie Weihnachten, Ostern und auch im August, wenn die meisten Italiener in Urlaub fahren, nicht streiken.

Außerdem müssen die Gewerkschaften ein Mindestmaß an Beförderungsleistung erbringen - nämlich 50 Prozent der Züge während der Hauptverkehrszeiten.

Zudem muss eine Vorlaufzeit für die Ankündigung von mindestens 10 Tagen eingehalten werden, während es in Frankreich nur 5 Tage sind. Und wie sieht es in anderen europäischen Ländern aus?

Mindestbetrieb in Portugal und Spanien

In Portugal gibt es ein ähnliches Gesetz, das einen Mindestdienst in wichtigen Bereichen, einschließlich des Verkehrs, vorschreibt. Die Regierung kann ihre Beschäftigten auffordern, dafür zu sorgen, dass bei Streiks mindestens 25 Prozent der Züge fahren.

In Spanien wird ebenfalls ein Minimum an Transport garantiert, allerdings etwas weniger streng als in Italien... 1 Fernzug pro Tag muss in Betrieb sein, und bis zu 60 Prozent der Regionalzüge können von der Regierung zum Weiterbetrieb gezwungen werden. Und es gibt eine 8-tägige Vorwarnzeit vor einem Streik.

Beamte dürfen nicht streiken

In Österreich und in Deutschland dürfen Beamte nicht streiken, da ihre Dienste als unverzichtbar gelten.

In Deutschland stellen diese Beschäftigten jedoch nur 30 % des Personals im öffentlichen Dienst, die anderen sind Angestellte, die streiken dürfen.

Und was plant Großbritannien?

Und nicht nur Frankreich lässt sich von den italienischen Streikgesetzen inspirieren. In Großbritannien erwägt Premierminister Rishi Sunak einen Gesetzesentwurf, der einen Mindestdienst in den Verkehrs- und Notfalldiensten während eines Arbeitskampfes vorschreibt, da das Land mit historischen Protesten konfrontiert ist

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Warnstreiks an Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf beendet

Wenn der Chatbot Gefühle zeigt: In neuer Bing-Version erklärt die KI einem Reporter ihre Liebe

Schildbürgerstreich? Spanien gibt 258 Mio € für Züge aus, die nicht durch Tunnel passen