Die Samen und die EU pflegen ihre Beziehungen

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Die Samen und die EU pflegen ihre Beziehungen
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Von Aurora Velez
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Etwa 80.000 Samen leben in Lappland. Der samische Rat in Brüssel vertritt die Interessen des indigenen Volkes in der Europäischen Union.

Das Volk der etwa 80.000 Samen lebt in Lappland, im Norden Fennoskandinaviens. Es gibt viele Fischer und Rentierzüchter. Viele der EU-Entscheidungen betreffen sie direkt. Deshalb nehmen sie an einem europäischen Projekt zur Stärkung der Beziehungen teil.

"Das wird uns erlauben, unsere traditionelle Lebensweise weiterzuführen, unsere Sprache und unsere Kultur zu pflegen sowie das Recht zu haben, dort zu bleiben, wo wir seit Menschengedenken leben", meint Elle Merete Omma, Leiterin des EU-Referats, Samischer Rat

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Elle Merete Omma, Leiterin des EU-Referats, Samischer Rat.euronews

Eine samische Hütte, eine sogenannte "gahtie", wird aus Birkenstämmen, Blättern und Moos gebaut. Sie fügt sich in die Landschaft ein. Respekt vor der Umwelt und Nachhaltigkeit ist charakteristisch für die Sami. Sie sind das einzige anerkannte indigene Volk in Europa.

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Eine samische Hütte, eine sogenannte "gahtie", wird aus Birkenstämmen, Blättern und Moos gebauteuronews

Das heutige Leben der Samen

Ihr heutiges Siedlungsgebiet, Sápmi, erstreckt sich über zwei europäische Länder Schweden und Finnland, sowie über Norwegen und Russland. 

Die Samen leben von Handel, Fischerei und Handwerk. Das EU-Projekt "Filling the EU-SAPMI knowledge gaps" soll das gegenseitige Verständnis und die Vertretung der Samen in Brüssel stärken. 

"Wir arbeiten an Themen wie Naturschutz, traditioneller Lebensunterhalt, Märkten, Forschung ist uns wichtig", erklärt Áslat Holmberg, Präsident des samischen Rates. "Auch die Beteiligung der Jugend sollte unserer Meinung nach in der EU stärker ausgebaut werden."

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Áslat Holmberg, Präsident des samischen Rateseuronews

Europäisches Projekt zur Stärkung der Beziehungen

In Norwegen, Schweden und Finnland hatte das Projekt ein Gesamtbudget von fast einer Million Euro, wovon mehr als 200.000 Euro durch das Programm Interreg Norwegen und fast eine halbe Million Euro durch Finnland und Schweden dank des EU-Entwicklungsfonds EFRE finanziert wurden. 

In der Sápmi-Region gibt es 9 Sprachen und den Joik-Gesang, bei dem die Musik wichtiger ist als die Worte. 

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Marja Mortensson hegt die Joik-Traditioneuronews

Marja Mortensson reist um die Welt und versucht, diese Tradition zu bewahren, sie sagt:

"Wir haben ein Sprichwort, das besagt, dass dort, wo die Worte enden, der Joik beginnt. Ich habe ein Joik für den 'Svahken' komponiert, einen der großen Berge in der Region. Er ist ziemlich hoch, seine Rückseite ist eher abfallend, das beschreibt der Yoik."

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