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Andalusien: Vorreiter beim Energiesparen sowie nachhaltigen Bauen und Verkehr

Mit Unterstützung von The European Commission
Andalusien: Vorreiter beim Energiesparen sowie nachhaltigen Bauen und Verkehr
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Von Aurora Velez
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Inspiriert wurde dieser positive Kreislauf durch das preisgekrönte PICSA-Programm. Im Rahmen dieses europäischen Projekts wurde Tausende Gebäude in Rekordzeit gedämmt.

Die südspanische Region Andalusien ist Vorreiter in den Bereichen Energiesparen, nachhaltiges Bauen und Verkehr. Ein positiver Kreislauf, der durch das preisgekrönte PICSA -Programm inspiriert wurde. Im Rahmen dieses europäischen Projekts wurden Tausende Gebäude in Rekordzeit wärmegedämmt. 

PICSA wurde 2015 mit dem RegioStars-Preis für das beste europäische Projekt ausgezeichnet und belegte 2022 den dritten Platz unter den 15 besten Projekten, die in den vergangenen 15 Jahren vom EU-Kohäsionsfonds gefördert wurden

"Es gab hohe Subventionen, in weniger als einem Jahr wurden mehr als 36.000 Interventionen ausgeführt", erzählt Joaquín Villar Rodríguez von der Abteilung für Internationalisierung der Andalusischen Energieagentur. "Das führte zu einer Energieeinsparung von mehr als 85.000 Tonnen_CO₂_pro Jahr und einer Einsparung von 280 Millionen Euro für die Beteiligten."

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Joaquín Villar Rodríguez von der Abteilung für Internationalisierung der Andalusischen Energieagentureuronews

Mehr als 7.000 bedürftige Familien haben vom europäischen PICSA-Projekt für nachhaltiges Bauen in Andalusien profitiert: im Stadtteil La Plata von Jerez z. B. viele Rentner.

Dank PICSA sind die Zuschüsse für die Wärmedämmung von Fassaden und Dächern auf 70 Prozent gestiegen, die Nutznießer zahlen nur 30 Prozent der Arbeiten. Und auch wenn die Arbeiten kaum sichtbar sind, das Ergebnis sieht man auf der Rechnung.

Die Finanzierung des Projekts betrug 270.331.872 Euro, wovon 80 % aus europäischen Mitteln und die restlichen 20 % aus nationalen regionalen Mitteln stammen 

"Wir haben eine Energieeinsparung von mindestens 60 % erreicht", erklärt Antonio Ramos Fuentes, Präsident des Nachbarschaftsvereins La Plata. "Insgesamt wurden fünf Hochhäuser und neun Flachbauten komplett saniert. Das merken wir, und wenn wir mit den Leuten sprechen, sagen sie uns, dass der Komfort dank der durchgeführten Sanierungsarbeiten ein ganz anderer ist."

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Antonio Ramos Fuentes, Präsident vom Nachbarschaftsverein La Plataeuronews

Zahlen & Fakten

Das Gesamtbudget betrug 242 Millionen Euro, davon kommen 54,2 % von der Kohäsionspolitik der Europäischen Union. Insgesamt sind 8.300 Unternehmen an diesem Projekt beteiligt, das zur Schaffung von 80.000 Arbeitsplätzen geführt hat. 

PICSA gab den Anstoß für ein neues Programm zur nachhaltigen Energieentwicklung. In Palma del Río mangelt es nicht an Beispielen. In einem ehemaligen Kloster zeugen ein neuer Anstrich, LEDs, Doppelverglasung vom Engagement für eine kohlenstoffarme Wirtschaft. 

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María Ángeles Zamora Cabrera, stellvertretende Bürgermeisterin, zuständig für Tourismus, Palma del Ríoeuronews

"Der Energieverbrauch konnte um 50 bis 60 % reduziert werden", so María Ángeles Zamora Cabrera, stellvertretende Bürgermeisterin, zuständig für Tourismus von Palma del Río. "Dank der europäischen Programme, die uns bei der Finanzierung unterstützen, können wir ehrgeizige Projekte durchführen, die eine Gemeinde mit 20.000 Einwohnern wie Palma del Río nicht alleine durchführen könnte."

Nachhaltiger Verkehr

Zur Energiewende gehört nicht nur nachhaltiges Bauen, sondern auch die Dekarbonisierung des Verkehrs. In Córdoba wurde die Busflotte umgestellt und fährt jetzt mit komprimiertem Erdgas.

"Der Hauptvorteil von Erdgas im Vergleich zu anderen Kraftstoffen ist, dass kaum Partikel ausgestoßen werden, die zu den eigentlichen Schadstoffen der Stadt gehören", erklärt Eugenio Romero Lara, Leiter Wartung und Fuhrpark bei Aucorsa. "Bis Ende des Jahres haben wir insgesamt 121 Busse. Davon werden 55 mit Erdgas fahren."

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Eugenio Romero Lara, Leiter Wartung und Fuhrpark bei Aucorsaeuronews

PICSA wurde 2015 mit dem RegioStars-Preis für das beste europäische Projekt ausgezeichnet und belegte 2022 den dritten Platz unter den 15 besten Projekten, die in den vergangenen 15 Jahren vom EU-Kohäsionsfonds gefördert wurden.

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