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Spanien und Portugal bündeln ihre Kräfte im Kampf gegen Naturkatastrophen

Mit Unterstützung von The European Commission
Spanien und Portugal bündeln ihre Kräfte im Kampf gegen Naturkatastrophen
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Von Cristina Giner
Zuerst veröffentlicht am
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Die beiden südeuropäischen Länder können ihre Kräfte im Notfall durch koordinierte Kommunikation, Ausbildung und neue technische Ausrüstung bündeln.

Der Klimawandel führt dazu, dass Naturkatastrophen in der EU immer häufiger und intensiver auftreten. In den vergangenen fünf Jahren haben Waldbrände in Spanien und Portugal fast eine Million Hektar zerstört. Im Kampf gegen solche Katastrophen arbeiten diese Länder nun zusammen. 

2022 verwüstete ein Waldbrand ein grenzüberschreitendes Gebiet in Nordspanien: "Das weckt schlimme Erinnerungen, wir haben hier schwere Zeiten durchgemacht", erinnert sich Modesto García Gomara, Einwohner und örtlicher Feuerwehrmann von El Maíllo. "Das ganze Dorf versuchte, das verdammte Feuer zu bekämpfen. Ein Brand ist eine Katastrophe. Wir sehen, dass die Brände immer schlimmer werden. Wir brauchen nicht nur Unterstützung aus Salamanca, sondern auch internationale Hilfe." 

Das ist das Ziel des EU-Projekts ARIEM+. Es wird von einem Notfallzentrum in Galicien geleitet. Diese spanische Region hat zusammen mit Kastilien-León und Nordportugal einen Notfallplan entwickelt, um auf Katastrophen wie Überschwemmungen, schwere Stürme, Waldbrände usw. vorbereitet zu sein und auf sie reagieren zu können. Das Projekt soll 600.000 Menschen zugutekommen.

Der Leiter des Notdienstes Galicien Marcos Araujo erklärt: "Das Projekt umfasst Koordinierung, Planung, Risikoanalyse, Sensibilisierung der Öffentlichkeit, Ausbildung und Übungen sowohl für die Bevölkerung als auch für die Einsatzkräfte sowie die Prüfung des Ausrüstungsbedarfs zur Bewältigung der Risiken."

Effiziente Kommunikation ist entscheidend

Die Einsatzkräfte erleben noch einmal den Waldbrand von 2022 bei einer Brandschutzübung, um die gemeinsame Koordination zu testen. Effiziente Kommunikation ist entscheidend: Teams aus dem Ausland müssen sich gemäß Kooperationsprotokoll schnell in die lokalen Einheiten integrieren.

Die "einheitliche Kommandostruktur" koordiniert die Risikosituation. Die Region, in der sich die Katastrophe ereignet, übernimmt die Einsatzleitung:

"Diese Übungen sind wichtig, dabei proben wir unsere Arbeitsabläufe", sagt der örtliche Leiter der Abteilung für Brandbekämpfung von Junta Castilla y León Francisco Bolaños. "Wir sehen, wo man etwas verbessern kann. Die Einheiten, die an der Übung teilnehmen und nicht zu unserer Verwaltung gehören, lernen unsere Arbeitsverfahren kennen und erfahren, wie wir sie in einem realen Fall einsetzen werden."

Fakten & Zahlen

ARIEM+ hat ein Budget von 4 Millionen Euro. Der Kohäsionsfonds der Europäischen Union finanziert 75 %. Die restlichen 25 % wurden von den Regionen Galicien, Kastilien-León und Nordportugal finanziert.  

Spanien und Portugal können ihre Kräfte im Notfall durch koordinierte Kommunikation, Ausbildung und neue technische Ausrüstung bündeln.

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