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Dutzende Tote nach russischem Angriff auf Kinderkrankenhaus in Kiew

Eine Rettungskraft kümmert sich um einen Jugendlichen in dem von russischen Raketen getroffenen Kinderkrankenhaus von Okhmatdyt in Kiew, Ukraine, Montag, 8. Juli 2024.
Eine Rettungskraft kümmert sich um einen Jugendlichen in dem von russischen Raketen getroffenen Kinderkrankenhaus von Okhmatdyt in Kiew, Ukraine, Montag, 8. Juli 2024. Copyright Evgeniy Maloletka/Copyright 2024 The AP. All rights reserved.
Copyright Evgeniy Maloletka/Copyright 2024 The AP. All rights reserved.
Von Johanna Urbancik
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Der ukrainische Geheimdienst hat Fragmente der Rakete, die auf das Kinderkrankenhaus abgeschossen worden sind, untersucht.

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Dutzende Menschen, darunter mindestens vier Kinder, sind bei einem russischen Luftangriff auf das größte Kinderkrankenhaus in Kiew getötet worden. Die Rettungsarbeiten wurden bis in die Nacht fortgesetzt. Laut der Militärverwaltung Kiew waren im ganzen Land rund 400 Rettungskräfte im Einsatz. Neben dem Kinderkrankenhaus hat Russland auch eine Entbindungsklinik in Kiew angegriffen. Auch hier gab es mehrere Tote und Verletzte.

Mehrere Wohngebiete in der Hauptstadt wurden ebenfalls angegriffen. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten dauern noch an. Dem Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge wurden zuletzt weiter Tote aus den Trümmern gezogen. Krankenhausmitarbeiter und Freiwillige räumten nach dem Angriff Trümmer weg und suchten nach Überlebenden.

Alle Patienten des Kinderkrankenhauses in andere medizinische Einrichtungen verlegt worden

Humanitäre Organisationen helfen bei der Verlegung der Patienten in andere Einrichtungen, bieten psychologische Unterstützung und helfen bei anderen dringenden Bedürfnissen.

Dem Leiter der Militärverwaltung der Stadt, Serhiy Popko, zufolge, wurde ein Gebäude des Okhmatdyt-Krankenhauses, in dem Kinder zum Beispiel ihre Dialyse erhalten, vollständig zerstört. Viele andere Abteilungen, darunter Chirurgie, Onkologie und Intensivpflege, erlitten erhebliche Schäden.

94 Kinder wurden in andere Krankenhäuser gebracht. 68 Kinder werden laut Popko vor Ort behandelt werden. Insgesamt 465 Patienten wurden vorübergehend nach Hause entlassen. Beim Angriff befanden sich 627 Kinder im Krankenhaus, von denen acht verletzt wurden.

Nach dem Angriff hatte der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach in einem Beitrag auf X verkündigt, dass er dem ukrainischen Gesundheitsminister Viktor Lyaschko zugesagt hatte, "dass wir kranke Kinder in Not jederzeit aufnehmen, der nächste Rettungsflug startet schon am Mittwoch. Putin hat durch gezielten Angriff auf Kinderkrankenhaus erneut gezeigt: Er ist ein Kriegsverbrecher."

Ukrainischer Geheimdienst untersucht Überreste der Rakete

Die Ukraine macht russische Raketen für die Zerstörung verantwortlich und hat Video- und Bildbeweise vorgelegt. Russland gab dennoch an, die ukrainische Luftabwehr selbst habe für den Angriff auf das Kinderkrankenhaus gesorgt. In einem Beitrag des russischen Verteidigungsministeriums auf Telegram heißt es: "Die Aussagen von Vertretern des Kiewer Regimes über einen angeblich absichtlichen russischen Raketenangriff auf zivile Objekte sind absolut unwahr. Zahlreiche veröffentlichte Fotos und Videoaufnahmen aus Kiew bestätigen eindeutig die Tatsache der Zerstörung durch den Abschuss einer ukrainischen Flugabwehrrakete, die von einem Flugabwehrraketensystem innerhalb der Stadt abgeschossen wurde."

Zahlreiche Medien und Journalisten haben diese Aussage infrage stellt, wie Julian Röpcke der Bild Zeitung, der in einem Beitrag auf X geteilt hat, wie die Rakete auf das Krankenhaus geflogen ist und dass es keinerlei Anzeichen gibt, dass eine Luftabwehrrakete die Flugbahn der Rakete beeinflusst hat.

Dies wurde von dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit Beweisen dementiert.

Selenskyj sagte: "Es gibt bereits Berichte, dass das ukrainische Luftverteidigungssystem verantwortlich sei und nicht dieser berechnende Angriff. Ich bin allen Ukrainern dankbar, die Videos online gestellt haben, auf denen wir sehen können, dass es Raketen waren, die heute gezielt viele Menschen in der Ukraine getötet und verletzt haben – und nicht etwa Zufallstreffer durch Raketentrümmer."

Es handele sich um einen russischen Kh-101 Marschflugkörper, so der ukrainische Geheimdienst (SBU).

In einem Beitrag auf Telegram schrieb der SBU, dass ein Fragment des Kh-101-Marschflugkörpertriebwerks am Okhmatdyt Kinderkrankenhaus gefunden wurde.

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