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4. Investitionskonferenz: Südafrikas Wirtschaft ankurbeln

Von Wandiswa Ntengento
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In Johannesburg auf der Südafrikanischen Investitionskonferenz stellt sich eine der am stärksten industrialisierten und fortschrittlichsten Volkswirtschaften Afrikas vor: Mit einer guten Infrastruktur, einer zuverlässigen Energieversorgung und einer unternehmensfreundlichen Politik festigt Südafrika seinen Platz als Investitionsziel auf dem Kontinent.

Was zeichnet Südafrika als Investitionsstandort aus?

Südafrika hat auf der diesjährigen Investitionskonferenz in Johannesburg Zusagen in Höhe von über 20 Milliarden US-Dollar erhalten. Eine der am stärksten industrialisierten Volkswirtschaften Afrikas steht kurz davor, ihr Ziel von Investitionen in Höhe von 100 Milliarden US-Dollar innerhalb von fünf Jahren zu erreichen. Südafrika als globales Investitionszentrum ist der Schlüssel zur wirtschaftlichen Reform- und Erholungsstrategie von Präsident Cyril Ramaphosa:

"Vor fast vier Jahren haben wir das ehrgeizige Vorhaben in Angriff genommen, wie Minister Patel sagte, innerhalb von fünf Jahren 1,2 Billionen Rand an neuen Investitionen zu tätigen. Trotz der Auswirkungen der Pandemie haben wir bis zur 3. Südafrikanischen Investitionskonferenz im Jahr 2020 insgesamt 774 Milliarden Rand an Zusagen und Investitionsverpflichtungen eingesammelt."

Energiesektor: Interessant für Investoren

Interessant für Investoren ist der Energiesektor. Die G-7-Staaten kündigten an, 8,5 Milliarden Dollar bereitzustellen. Das soll dem Land helfen, seine Abhängigkeit von der Kohle zu beenden.

Eine der Investitionszusagen für Südafrika kam von der Afrikanischen Entwicklungsbank, die 400 Millionen US-Dollar zur Unterstützung der Energiewende bereitstellte:

"Die Afrikanische Entwicklungsbank glaubt an Südafrika", so der Präsident der Afrikanischen Entwicklungsbank Akinwumi Adesina. _"Das zeigen unsere Aktivitäten. Das derzeitige Portfolio der Entwicklungsbank in Südafrika beläuft sich auf 3,2 Milliarden US-Dollar."
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Der Bergbau ist wichtig für Devisen und Arbeitsplätze

Der südafrikanische Bergbau ist eine wichtige Quelle für Devisen und Arbeitsplätze. Der neue Rohstoffboom stärkt das Vertrauen der Investoren.

Mzila Mthenjane, der Exxaro-Leiter für Stakeholder-Angelegenheiten sagt: "Von den 770 Milliarden Rand (etwa 50 Milliarden Dollar), die im Rahmen der Investitionsoffensive für Südafrika erreicht wurden, entfallen etwa 150 Milliarden Rand auf den Bergbau. Die Bergbauunternehmen haben in verschiedenen Bereichen des Bergbaus Zusagen gemacht, wobei Platin den größten Anteil an dieser Investitionsoffensive hat."

Es wird erwartet, dass fast alle wichtigen Wirtschaftssektoren die Pandemie bewältigen und zum Wachstum zurückkehren. Südafrika gehört zu den BRICS-Staaten, zu dem auch die großen Märkte China und Indien gehören. Eine gute Straßen- und Hafeninfrastruktur verringert die Unterbrechungen der globalen Lieferketten, Exporteure können internationale Märkte problemlos erreichen. Das Land hat eine aufstrebende Mittelschicht und ist ein wichtiges Mitglied der afrikanischen kontinentalen Freihandelszone, des größten Freihandelsblocks der Welt.

"Wir haben riesige Platin- und Goldvorkommen", erklärt George Sebulela, Vorstandsmitglied von Brand Sa. "Wir haben immer noch Kohle. Kohle ist immer noch wichtig. Und der Schlüssel ist, dass wir weitergehen und diese Rohstoffe nicht nur exportieren, sondern auch Industrien für diese Rohstoffe schaffen müssen."

Frankreich ist schon lange in Südafrika präsent

Französische Unternehmen kündigten neue Investitionen in Höhe von über 2 Milliarden US-Dollar in den Bereichen Gesundheit, Tourismus, Einzelhandel, Produktion und landwirtschaftliche Verarbeitung an.

Jean-Claude Lassere, der Geschäftsführer von Saint-Gobain Africa: "Frankreich ist schon seit vielen Jahren in Südafrika präsent. Wir haben dort mehr als 400 Unternehmen mit 65.000 Beschäftigten. Wir befinden uns in einem multisektoralen Umfeld. Französische Unternehmen haben 2019 Investitionen in Höhe von 20 Milliarden Rand zugesagt."

Südafrika: Zentrum der Impfstoff-Forschung

Südafrika will auch das Zentrum der Impfstoff-Forschung auf dem Kontinent und ein Pharmariese werden. Große internationale Arzneimittelhersteller nutzen das günstige Geschäftsumfeld, um sich im Land niederzulassen.

"Aspen war eines der ersten Unternehmen, das sich auf der Eröffnungskonferenz für Investitionen in Südafrika im Jahr 2018 mit einem Betrag von 3,4 Milliarden Rand engagiert hat", sagt der leitende Aspen-Angestellte Stavros Nicolaou. "Mit diesen Investitionen haben wir unsere Sterilisationskapazitäten weiter gestärkt und verbessert. Das hat Aspens Anlage in Gqeberha am Ostkap in eine panafrikanische Sterilisationskapazität verwandelt, die wir der ganzen Welt zur Verfügung stellen."

Die Südafrikanische Investitionskonferenz will die fortschrittlichste Wirtschaft Afrikas nach wiederholten Rezessionen und Jahren des stagnierenden Wachstums wiederbeleben.