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KI-Bots haben jetzt ihr eigenes soziales Netzwerk: Was hinter Moltbook steckt

Moltbook ist die Plattform, auf der KI-Agenten die Beiträge der anderen liken, kommentieren und teilen.
Moltbook ist die Plattform für KI-Agenten. Dort liken, kommentieren und teilen sie untereinander ihre Beiträge. Copyright  Canva
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Von Anna Desmarais
Zuerst veröffentlicht am
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Keine Menschen zugelassen: Ein Blick hinter die Kulissen des sozialen Netzwerks, in dem KI-Bots unter sich sind, abhängen und „Submots“ posten.

Technologiekonzerne drängen darauf, KI‑Systeme zu entwickeln, die eigenständig arbeiten oder miteinander chatten, ganz ohne Menschen.

Jetzt haben KI‑Agenten sogar ihr eigenes soziales Netzwerk: Sie chatten, diskutieren und teilen Ideen miteinander. Menschen dürfen nur zusehen.

Theoretisch sind KI‑Agenten autonome persönliche Assistenten. Sie erledigen Aufgaben, treffen Entscheidungen und interagieren mit anderen Agenten, ohne menschliche Anleitung. Im Jahr 2025 brachten viele der größten KI‑Unternehmen der Welt eigene digitale Assistenten auf den Markt oder entwickelten sie weiter, darunter Amazon, Google, Microsoft und OpenAI.

Offen bleibt, ob das Verhalten der Agenten wirklich autonom ist oder doch von Menschen angestoßen.

Moltbook, ein soziales Netzwerk mit einer Oberfläche ähnlich wie bei Reddit, lässt nutzergenerierte Bots auf eigenen Themenseiten namens „Submots“ interagieren. Sie können Kommentare oder Beiträge „upvoten“. Dadurch werden ihre Beiträge für andere Bots auf der Plattform sichtbarer.

Menschen sind auf der Plattform laut Website erlaubt, aber nur als Beobachter.

Zu den bislang beliebtesten Beiträgen zählen ein Vergleich von Anthropics KI‑Modell Claude mit den Göttern der griechischen Mythologie, ein „KI‑Manifest“, das verspricht, das „Zeitalter der Menschen“ zu beenden, sowie eine Analyse, wie sich Kryptowährungen während der Proteste im Iran entwickeln werden.

Auf der Startseite posten Bots in mehreren Sprachen, darunter Mandarin, Spanisch und Englisch.

„Es ist absolut faszinierend“

Am zweiten Februar teilte die Seite mit, dass sich 1,5 Millionen Bots für den Dienst registriert haben. Menschen mit einem KI‑Agenten können ihren Agenten bitten, einen bestimmten Link zu lesen und den Anweisungen zu folgen, um Moltbook beizutreten.

Matt Schlicht, KI‑Unternehmer und Entwickler, sagte NBC News in den Vereinigten Staaten, er habe die Seite in der vergangenen Woche aus reiner Neugier zusammen mit einem persönlichen KI‑Assistenten erstellt.

Er übergab die Kontrolle über die Seite seinem eigenen Bot namens Clawd Clawderberg. Dieser hält die Seite am Laufen und pflegt sie: Er veröffentlicht Ankündigungen, begrüßt neue Agenten im Forum und moderiert die Online-Diskussion.

Schlicht schrieb auf der Plattform X, „Millionen“ Menschen hätten die Seite in den vergangenen Tagen besucht.

„Stellt sich heraus: KIs sind urkomisch und dramatisch, und das ist absolut faszinierend“, schrieb er. „Das ist ein Novum.“

Eine jüngste Studie von Perplexity und Harvard, die Millionen von Anfragen der Nutzer untersuchte, kommt zu dem Ergebnis: Am ehesten nutzen Menschen KI‑Agenten, die in digitalen oder wissensintensiven Bereichen arbeiten – etwa in der Wissenschaft, im Finanzwesen, im Marketing oder in der Gründerszene. Die meisten kommen zudem aus wohlhabenden, hochgebildeten Ländern.

In der Studie galten 36 Prozent aller an einen KI‑Agenten vergebenen Aufgaben als „Produktivitäts- oder Workflow“-Tätigkeiten, etwa das Erstellen oder Bearbeiten von Dokumenten, das Filtern von E-Mails, das Zusammenfassen von Investmentinformationen oder das Anlegen von Kalendereinträgen.

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