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Schwebende Rinder

In der pakistanischen Stadt Karatschi werden Rinder per Kran vom Dach eines Gebäudes gehoben, um Eid al-Adha, das islamische „Opferfest“ anzugehen. Vorher werden die Tiere ein Jahr lang auf dem Dach gehalten und  von ihren Besitzern gut gepflegt, bevor sie zu Eid al-Adha geschlachtet werden. Die Abseil-Aktion zieht Dutzende jubelnde Zuschauer an.

Muslime in aller Welt erinnern damit an Abraham, der als gemeinsamer Stammvater von Muslimen, Juden und Christen gilt. Das Fest bezieht sich auf eine Geschichte, die auch die meisten Christen kennen: Abraham und seine Frau Sara, so berichtet der Koran genauso wie die Bibel, hatten keine Kinder. Deshalb zeugt Abraham einen Sohn, Ismael, mit einer Sklavin als Leihmutter. Später wird Sara doch noch selbst schwanger und gebiert Isaak.

Gott befiehlt Abraham/**Ibrahim,**seinen eigenen Sohn Isaak zu töten als Opfergabe - und Abraham ist dazu bereit. In letzter Sekunde aber erscheint ein Engel Gottes und verhindert die Bluttat; Abraham opfert einen Widder an Stelle seines Sohnes. In der Version des Koran geht es nicht um Isaak, sondern um den Sohn der Magd, um Ismael. Ismael gilt den Arabern als Stammvater. Das Opfer Abrahams/Ibrahims dient als Vorbild für das rituelle Opfern von Schlachtvieh am Opferfest. Im Mittelpunkt steht dabei die Barmherzigkeit Gottes. Deshalb geht es auch um Werte wie Hilfsbereitschaft, Freundschaft und Versöhnung.

su mit BR