Die Polizei setzte Wasserwerfer ein, nachdem Demonstrierende eine Absperrung nahe den Regierungsgebäuden durchbrochen hatten und den Stopp des Projekts verlangten. Viele trugen Schilder mit der Aufschrift „Hände weg von Narta“ und forderten den Rücktritt jener Verantwortlichen, die das Vorhaben unterstützen.
Das umstrittene Projekt steht in Verbindung mit Jared Kushner, dem Schwiegersohn von Donald Trump, und dessen Investmentfirma Affinity Partners. Es zielt auf die Erschließung der Narta-Lagune an Albaniens Adriaküste, ein Gebiet von großer ökologischer Bedeutung mit wichtigen Lebensräumen für Wildtiere. Diese Verknüpfung hat die Wut in der Bevölkerung zusätzlich angeheizt.
Die albanische Regierung betont, die Investition könne den Tourismussektor grundlegend verändern und die Annäherung an die Europäische Union voranbringen. Geplant sind ein großer Ferienkomplex im Gebiet der Narta-Lagune und ein weiteres Projekt auf der Insel Sazan, einer ehemaligen Militärbasis.
Umweltverbände warnen, der Bau könne zwischen zehn und fünfzehn Jahren dauern und gewaltige Infrastrukturarbeiten mit sich bringen, darunter rund 10.000 Hotelzimmer. Aktivistinnen und Aktivisten fürchten, das Vorhaben werde eine der empfindlichsten Küstenlandschaften Albaniens dauerhaft verändern und stehe inzwischen sinnbildlich für die breitere Debatte über Bebauung und Umweltschutz.
Die enge Verbindung zu Jared Kushner und seiner Firma Affinity Partners, die hinter den Resortplänen steht, heizt die öffentliche Empörung in Albanien weiter an.