Bewohner des Gazastreifens haben sich am Freitag in Dschabalia im Norden des Gazastreifens versammelt, um zwei Palästinenser zu beerdigen, die bei einem israelischen Angriff auf eine Trauerfeier in der Al-Nuzha-Straße getötet worden waren.
Mahmoud Basal, Sprecher des Zivilschutzes in Gaza, erklärte, israelische Kampfflugzeuge hätten eine Gruppe von Zivilisten ins Visier genommen, die an der Trauerzeremonie teilnahmen, und mehrere weitere verletzt. Einige Stunden später fanden die Trauergebete statt. Angehörige trugen die Leichen durch enge Gassen, in denen sich Trauernde drängten und zerstörte Gebäude das Bild prägten.
Medizinische Quellen in Gaza berichteten, bei mehreren israelischen Angriffen in dem Gebiet seien am Mittwoch mindestens vier Palästinenser getötet worden, darunter ein 25-jähriger Mann in Dschabalia und ein weiterer Zivilist, der in der Nähe einer UN-Klinik erschossen wurde. In der Nähe von Chan Yunis wurden zudem drei Kinder verletzt, die dem Vernehmen nach Brennholz sammelten.
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza ist die Gesamtzahl der Todesopfer seit Beginn des Krieges im Oktober 2023 auf fast 7300 Menschen gestiegen. Der von den USA vermittelte Waffenstillstandsplan trat offiziell am 10. Oktober 2025 in Kraft. Seitdem sind nach Angaben lokaler Behörden jedoch mehr als 850 Menschen bei andauernden Luftangriffen und Gefechten im gesamten Gebiet getötet worden.