Die Veranstaltung fand auf dem Vorplatz des Institut du monde arabe im fünften Pariser Arrondissement statt. Die künstlerische Leitung hatte der französisch-libanesische Musiker Ibrahim Maalouf. Die libanesische Sängerin Hiba Tawaji und rund zwanzig weitere Künstlerinnen und Künstler standen auf dem Programm. Sie boten Jazz, arabische Musik, Pop und Chanson dar – vor einem Publikum, das größtenteils aus Mitgliedern der libanesischen Diaspora bestand. Nach Angaben der Organisatoren sollen Erlöse aus dem Kartenverkauf und Spenden des Abends humanitären Einsätzen im Libanon zugutekommen, die französische Hilfsorganisationen tragen.
Das Konzert verstand sich zugleich als kulturelles Fest und als Solidaritätsbekundung. Es fand in einer Phase statt, in der der Libanon weiter unter Instabilität und Vertreibung infolge der Kämpfe leidet. Die gesammelten Mittel sollen an das Krisenzentrum des französischen Außenministeriums und an die Stiftung Fondation de France fließen, die mit lokalen Partnern Notunterkünfte und grundlegende Dienste organisieren.
Mehrere Besucherinnen und Besucher beschrieben den Abend als Erinnerung daran, dass der Libanon eine kulturelle Identität besitzt, die über den Konflikt hinausgeht. Paris ist seit der Eskalation der Gewalt entlang der israelisch-libanesischen Grenze im Jahr zweitausendfünfundzwanzig wiederholt Schauplatz von Solidaritätsveranstaltungen für das Land gewesen.