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Jemen: Humanitäre Lage immer schlechter - Erstmals Hilfsflugzeug in Sanaa gelandet

Jemen: Humanitäre Lage immer schlechter - Erstmals Hilfsflugzeug in Sanaa gelandet
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Von Euronews
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Verstärkte Präsenz saudischer Truppen an der Grenze zum Jemen: Während das Königreich sich vor den im Nachbarland vorrückenden Huthi-Rebellen

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Verstärkte Präsenz saudischer Truppen an der Grenze zum Jemen: Während das Königreich sich vor den im Nachbarland vorrückenden Huthi-Rebellen beschützen will, droht eine weitere Gefahr – mutmaßliche Al-Qaida-Kämpfer stürmten einen Grenzposten im Jemen. In der vergangenen Woche griff Al-Qaida den Hafen von Mukalla an. Von der chaotischen Situation im Land profitieren auch die Islamisten.

Seit 13 Tagen fliegen Saudi-Arabien und weitere Länder Luftschläge gegen die Huthis. Die humanitäre Lage im Land wird immer katastrophaler, so Hilfsorganisationen. Krankenhäusern fehlt es zunehmend an Medikamenten. Erstmals hat ein Flugzeug des Roten Kreuzes Sanaa erreicht, so die Organisation.

#Yemen: More cars in the streets in #Aden. Scared families rushing away in cars with smashed windows & suitcases & mattresses on the roof.

— Robert Mardini (@RMardiniICRC) 7 Avril 2015

Unter den Opfern sind laut UN auch zahlreiche Kinder. Seit Beginn der Luftangriffe wurden demnach über 70 Kinder getötet und mehr als 40 verletzt. Auch Mohammed al-Lehby aus Sanaa wurde von einem Luftangriff getroffen. “Ich bitte darum, das jemenitische Volk zu erlösen”, sagte er. “Die Menschen, die in den Krankenhäusern behandelt werden, sterben eher als die, die draußen Erste Hilfe bekommen.”

Umm Ibrahim al-Yarimis Sohn hat starke Verbrennungen erlitten, weil in der Nähe seines Wohnortes ein Gastanker bombardiert wurde. “Wenn es ihre Kinder wären, anstatt meiner, wie würden sie dann reagieren?”, fragte sie. “Schauen Sie, wie schlimm es hier ist. Unsere Kinder werden einfach so angegriffen und wir sind obdachlos.”

Das Rote Kreuz kündigte an, weitere Flugzeuge mit Hilfe zu schicken. Die Organisation hatte am Samstag eine humanitäre Waffenruhe gefordert. Auch China und Russland verlangten einen Feuerstopp – bisher ohne Erfolg.

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