Syrische Regimegegner erringen Kontrolle über die Provinz Idlib

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Von Euronews
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Wenige Wochen nach der Eroberung der syrischen Stadt Idlib hat eine Koalition aus islamistischen Milizen auch die letzte Stadt in der gleichnamigen

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Wenige Wochen nach der Eroberung der syrischen Stadt Idlib hat eine Koalition aus islamistischen Milizen auch die letzte Stadt in der gleichnamigen Provinz, die noch von Regierungstruppen beherrscht wurde, eingenommen. Mit dem Fall von Ariha hat die Regierung von Präsident Assad praktisch die Kontrolle über die an die Türkei angrenzende Provinz verloren.

Die stärkste Rebellenruppe in der so genannten “Armee der Befreiung” ist die Nusra-Front, der syrische Ableger von Al-Kaida. Der Anführer der Dschihadistenmiliz, Abu Mohammed al-Golani, erläuterte die Ziele der Gruppe in einem Gespräch mit dem Fernsehsender Al Jazeera.

“Die Nusra-Front verfolgt den Sturz der Regierung von Präsident Bashar al-Assad und seiner Verbündeten, also Hisbollah under anderer Gruppen”, so al-Golani. “Wir werde ein reifes islamisches System schaffen, in dem Muslime gern leben wollen.”

Syriens UN-Botschafter Bashar al-Jaafari verurteilte das Interview des von Katar finanzierten Senders als Propaganda: “Al-Jazeera hat den Anführer der Terroristengruppe Nusra-Front verkünden lassen, dass in Syrien die Scharia eingeführt werden soll”, sagte Jaafari im UN-Sicherheitsrat, “und Katar will den Eindruck erwecken, dass die Nusra-Front moderate Terroristen sind?”

Die Nusra-Front stellt sich seit einigen Monaten als gemäßigte islamistische Gruppe dar und hat sich rhetorisch von der Islamischer Staat-Miliz abgesetzt.

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