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Lesbos: In Handschellen auf Fähre nach Athen

Lesbos: In Handschellen auf Fähre nach Athen
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Von Euronews
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Trotz des Abkommens zwischen der EU und der Türkei ist der Zustrom von Migranten über die Ägäis nach Griechenland ungebrochen. Rund 150 am Sonntag

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Trotz des Abkommens zwischen der EU und der Türkei ist der Zustrom von Migranten über die Ägäis nach Griechenland ungebrochen. Rund 150 am Sonntag aus der Türkei eingetroffene Menschen aus Bangladesch und Pakistan wurden auf der griechischen Insel Lesbos in Handschellen auf eine Fähre zum Festland geführt. Die Migranten sollten Polizeiangaben zufolge der Einwanderungsbehörde in Athen überstellt werden.

Gemäß des EU-Türkei-Abkommens können alle seit Sonntag illegal nach Griechenland eingereisten Migranten ab dem 4. April zwangsweise in die Türkei zurückgebracht werden. Nur wer nachweisen kann, dass er in der Türkei verfolgt wird, darf bleiben.

Am Montag stieg die Zahl der Flüchtlinge in Griechenland erstmals auf über 50.000. Allein im provisorischen Camp Idomeni an der Grenze zu Mazedonien halten sich weiterhin rund 12.000 Menschen auf. Sie forderten bei einer friedlichen Demonstration am Montag die Wiederfreigabe der Balkanroute in Richtung Westeuropa und drohten mit dem Beginn von Hungerstreiks.

A peaceful demonstration immigrants Yazidi on the borders of Greece and Macedonia pic.twitter.com/Cfuruu4BTg

— Yezdi24 (@EzatYezde) March 21, 2016

12.000 Flüchtlinge schlafen immer noch in verschlammten Zelten zwischen Eisenbahngleisen

Yep, the 12,000 #refugees at #Idomeni are still here and they're still sleeping in muddy tents between train tracks. pic.twitter.com/3xjGbW0JYJ

— MSF Sea (@MSF_Sea) March 21, 2016

Nach Einschätzung der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen missachtet der EU-Türkei-Pakt das Recht der Fliehenden auf Hilfe und Schutz.

Eine Frau mit ihrem Neugeborenen sagte in Idomeni:

“Ich wünsche mir für mein Baby, dass es normal aufwächst, später zur Schule geht und ein Dach über dem Kopf hat.”

Momentan steht Idomeni jedoch für Perspektivlosigkeit.

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