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Festnahmen bei LGBT-Solidaritäts-Demo in Sankt Petersburg

Festnahmen bei LGBT-Solidaritäts-Demo in Sankt Petersburg
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In Sankt Petersburg haben LGBT-Aktivisten gegen mutmaßliche Misshandlungen und Verschleppungen von Schwulen in Tschetschenien demonstriert. Mehrere Teilnehmer der Parade wurden festgenommen. Menschenrechtsaktivisten berichteten von insgesamt zwölf Verhaftungen. Mit Aufforderungen wie “Stoppt den Genozid in Tschetschenien” stellten die Demonstranten die Homosexuellenpolitik der muslimisch geprägten russischen Teilrepublik an den Pranger.

Die Behörden in Tschetschenien verweigern diesen Leuten Hilfe

Andrej Potapow LGBT-Aktivist

Aktivist Andrej Potapow sagte während der Demo:“Die Behörden in Tschetschenien verweigern diesen Leuten Hilfe. Sie leugnen sogar ihre Existenz und die Probleme.”

Die kremlkritische russische Zeitung Nowaja Gaseta hatte Anfang April über die Verfolgung von Dutzenden Homosexuellen in Tschetschenien berichtet. Nach einem Treffen mit dem russischen Präsidenten wies Republikchef Ramsan Kadyrow die Vorwürfe zurück. Es gebe in Tschetschenien gar keine Homosexuellen, argumentierte ein Regierungssprecher.

Infolge des Zeitungsberichts hatten die EU-Außenbeauftragte und die OSZE Russland aufgefordert, Homosexuelle in der Teilrepublik besser vor Verfolgung zu schützen. In einer Warnung des Europarats hieß es, die Zeitung Nowaja Gaseta habe anschließend um die Sicherheit der Reporter gefürchtet, da tschetschenische Offizielle und muslimische Priester Rache geschworen hätten.