"Wir wollen frei in einem sicheren Land leben"

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Von Andrea Büring
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Den 600 Migranten in einem Flüchtlingslager auf Manus Island droht eine humanitäre Katastrophe. Die Regierung von Papua-Neuguinea hat ihnen ein Ultimatum bis zu diesem Wochenende gestellt.

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In die Flüchtlingskrise auf Manus Island haben sich die Vereinten Nationen eingeschaltet. Sie forderten Australien auf, seine Asylpolitik internationalen Standards anzupassen. Das Land solle aufhören, Flüchtlinge abzuweisen.
Kritik kam auch von Menschenrechtsaktivisten, die mit einer Protestaktion auf dem Opernhaus in Sydney auf die unmenschlichen Bedingungen in den Flüchtlingslagern auf Inseln vor der australischen Küste aufmerksam machen wollten. Fünf Demonstranten wurden vorläufig festgenommen.

#ManusIsland: A desperate situation on the brink of a catastrophe, critical services for refugees must be restored https://t.co/4At4jLRhPhpic.twitter.com/nhckX9MMoO

— AmnestyInternational (@amnestyusa) 7. November 2017

Australien verfolgt eine umstrittene, restriktive Flüchtlingspolitik. Statt Asylsuchende ins Land zu lassen, landen diese in Lagern in Papua-Neuguinea. Das Camp auf Manus, für das Australien Geld an den Inselstaat bezahlte, war vor einer Woche offiziell geschlossen worden. Obwohl es an Wasser, Strom, Medizin und Nahrung fehlt, weigern sich die Migranten gegen eine Umsiedlung in ein anderes Camp. Sie befürchten Übergriffe der Bevölkerung.

Papua-Neuguinea stellte den 600 Menschen dort ein Ultimatum bis zu diesem Samstag. Leisten die Migranten weiterhin Widerstand, droht ihnen die Haft in einem Militärstützpunkt. Ein Wortführer forderte, “wir werden dieses Lager nicht für ein anderes Camp verlassen. Wir wollen frei in einem sicheren Land leben. Das ist unsere Botschaft an die Regierungen.”

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