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Tessin: Sind 3.000 Euro Mindestlohn nicht genug?

Tessin: Sind 3.000 Euro Mindestlohn nicht genug?
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Von Kirsten Ripper
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3.000 Euro Mindestlohn, das klingt nach viel Geld - doch im Tessin finden viele, das sei nicht genug.

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Der Wirtschaftsminister des Schweizer Kantons Tessin, Christian Vitta, hat einen Mindestlohn von 3.372 bis 3.462 Schweizer Franken vorgeschlagen. Das entspricht in etwa einem Mindestlohn von 3.000 Euro. Aber das entspricht auch einem Stundenlohn von unter 20 Schweizer Franken – also unter 17,26 Euro.

Nicht alle Parteien in der Regierung sind damit einverstanden. Die Grünen im Tessin verlangen einen deutlich höheren Mindestlohn. Ebenso linke Gewerkschaften, die den Vorschlag des Wirtschaftsministers als Sozialdumping bezeichnen.

Schon im Juni 2015 hatten sich im Referendum 54,7 Prozent der Stimmbürger im Tessin für einen Mindestlohn ausgesprochen. In der gesamten Schweiz hatte die Einführung eines Mindestlohns von 4.000 Schweizer Franken pro Monat und etwa 22 Schweizer Franken pro Stunde im Referendum 2014 keine Mehrheit erzielt.

Doch einzelne – vor allem französischsprachige – Kantone spielen inzwischen eine Vorreiterrolle in Sachen Mindestlohn. Im Jura wird darüber nachgedacht, dem Beispiel Neuenburg zu folgen. Der Kanton Neuenburg führte einen Mindestlohn von fast 20 Franken pro Stunde ein.

Der Kanton Tessin hat den höchsten Anteil an Armen in der Schweiz. Gleichzeitig leben viele, die im Tessin arbeiten, im benachbarten Italien, wo die Lebenshaltungskosten deutlich günstiger sind als in der Schweiz. Die NZZ schreibt von einer gewaltigen Sogwirklung des Tessiner Arbeitsmarktes auf die Lombardei.

Diskutiert wird unter Eidgenossen auch über ein bedingungsloses Grundeinkommen, ohne dass dieses auf eine wirklich breite Unterstützung zählen kann.

Le Tessin veut introduire un salaire minimum – Faisant suite à une initiative cantonale des Verts, le Conseil d… https://t.co/B7yCvHDHgJ

— Actualités Suisse (@SuisseSUI) 8 novembre 2017

Le gouvernement tessinois propose un salaire minimum qui encourage le dumping salarial au lieu de le freiner! https://t.co/hJ7EUqo2MY

— Syndicat Unia (@UniaSuisse) 8 novembre 2017

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