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Immer dümmer? Experten warnen vor sinkenden IQ-Werten in Europa

Immer dümmer? Experten warnen vor sinkenden IQ-Werten in Europa
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Von Alexandra Leistner
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Die IQ-Werte der Europäer gehen immer weiter zurück. Experten sehen den Grund in der Verwendung von technischen Geräten, die einen immer größeren Platz im Leben der Menschen einnehmen.

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Laut einer neuen Studie nimmt der Intelligenzgrad in den europäischen Industrieländern immer weiter ab.

In einer neuen Studie werden Skandinavien und Großbritannien als Beispiele für Orte bezeichnet,die in den letzten Jahrzehnten Rückgänge verzeichnet haben.

In der neue Studie mit dem Titel "Beginnt die Fäulnis an der Spitze?", heißt es, die steigenden IQs des 20. Jahrhunderts seien ins Stocken geraten. In Industrieländern gebe es seit Mitte der 1990er Jahre sogar einen Rückgang.

Die Forscher von der University of Otago in Neuseeland veröffentlichten ihre Studie in der Elsevier-Fachzeitschrift Intelligence.

Der Forscher Michael Shayer, der den Bericht verfasst hat, sagte Euronews, seit 1995 störe eine "große soziale Macht" die Entwicklung des Denkens von Kindern." Sie werde jedes Jahr größer.

Mit "sozialer Macht" sei unter anderem die Entwicklung von Technologien wie Spielkonsolen und Smartphones gemeint, die die Art und Weise, wie Kinder miteinander kommunizieren, verändert haben, so Shayer.

"Nehmen Sie 14-Jährige in Großbritannien. Was 25% 1994 noch konnten, können jetzt nur noch 5% ", dabei bezog er sich auf Tests in den Fächern Mathematik- und Naturwissenschaften.

Neben Großbritannien sei der IQ-Grad auch in den skandinavischen Ländern, wo sie seit Jahrzehnten anstiegen, jetzt rückläufig.

In Finnland, Norwegen und Dänemark habe es seit Mitte der 1990er Jahre einen durchschnittlichen Verlust von 0,23 IQ-Punkten pro Jahr gegeben.

Während diese Verluste gering erscheinen mögen, warnen die Autoren der Studie vor den langfristigen Folgen.

"Wenn über eine Generation (30 Jahre) hinaus gerechnet, würde Finnland 7,49 Punkte des Gesamt-IQs verlieren, Dänemark 6,48 Punkte und Norwegen 6,50 Punkte", schreiben die Forscher.

Für Schweden lägen für die letzten Jahre zwar keine Daten vor, die Forscher glauben aber, dass es aufgrund ähnlicher Entwicklungsmuster dem Trend der Nachbarländer folgt.

"Es scheint, dass die Faktoren, die den IQ-Boost verursacht haben, an Wichtigkeit verloren haben", sagte Co-Autor James Flynn dem schwedischen Magazin Forskning & Framsteg.

Shayer und Flynn glauben, dass die Ergebnisse auf einen weiteren globalen Trend hindeuten. Auch andere fortgeschrittene Industriegesellschaften wie Deutschland und die Niederlande zeigten Anzeichen einer Stagnation bei der IQ-Entwicklung.

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