EU-Parlament fordert Ende der türkischen Militäroffensive in Afrin

Menschen fliehen aus Afrin
Menschen fliehen aus Afrin Copyright REUTERS/Khalil Ashawi
Von Christoph Wiesel mit dpa
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Mit einer großen Mehrheit hat das Europäische Parlament die Türkei aufgefordert, ihre Militäroffensive in Afrin zu beenden. Der türkische Staatspräsident hat bereits reagiert.

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Das Europäische Parlament hat die Türkei aufgefordert, ihre Militäroffensive in Afrin in Nordsyrien zu beenden. Die Parlamentarier in Straßburg verabschiedeten eine entsprechende Resolution mit großer Mehrheit.

Die türkische Regierung solle ihre Truppen zurückziehen und im Syrien-Konflikt "einen konstruktiven Beitrag" leisten, heißt es in der Resolution. Bereits im Februar hatte das EU-Parlament die türkische Offensive in Nordsyrien verurteilt.

Der türkische Staatspräsident Erdogan wies die Forderung des EU-Parlaments zurück. Es gebe nichts, was das EU-Parlament der Türkei sagen könnte. "Solange unsere Arbeit nicht erledigt ist, werden wir nicht weggehen", erklärte Erdogan.

Die Türkei kämpft in Afrin gegen die Kurdenmiliz YPG. Ankara sieht in der Miliz einen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK.

Begonnen hatte Ankara die sogenannte "Operation Olivenzweig" in Nordsyrien am 20. Januar. Inzwischen ist die Stadt Afrin von türkischem Militär und verbündeten Rebellen eingekesselt.

Aus Kreisen der YPG hieß es, Randbezirke von Afrin seien auch am Donnerstag heftig von der türkischen Luftwaffe bombardiert worden. Dabei seien mindestens drei Menschen gestorben.

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