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Israel und der Iran: die Rote Linie

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Israel und der Iran: die Rote Linie

Golan
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REUTERS/Amir Cohen
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Die Militärschläge Israels auf iranische Ziele mit angeblich 23 Toten gelten als der heftigste Angriff Israels im Nachbarland Syrien seit dem Jom-Kippur-Krieg 1973. "Iran hat eine rote Linie überschritten", rechtfertigte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den Angriff. "Wir haben entsprechend geantwortet. Die israelischen Streitkräfte haben einen Großangriff auf iranische Ziele in Syrien durchgeführt. Dank der guten Arbeit unserer Streitkräfte sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung ist die iranische Aktion gescheitert."

Überschritten hat der Iran Netanjahus rote Linie mit einem Angriff, der dem Israels vorausgegangen ist: So hatte der Iran angeblich Raketen auf israelische Militärposten nahe der syrischen Grenze geschossen. Raketenalarm auf den Golanhöhen, aber dann die Entwarnung: Kein Geschoss erreichte nach derzeitigem Stand sein Ziel. Vier Raketen wurden von der israelischen Raketenabwehr unschädlich gemacht. Der Sicherheitsausschuss des iranischen Parlaments dementierte eine Beteiligung des Landes an den Angriffen auf Israel.

Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte, es gehe nun wahrlich um Krieg und Frieden. Frankreichs Staatspräsident Macron rief zur Beruhigung der Lage auf: "Die Lage droht zu eskalieren. Seien wir vorsichtig, um einen weiteren Anstieg der Spannungen zu verhindern."

Syriens Verbündeter Russland war vorab von Israel über die Angriffe informiert worden. Syriens Regierung, auf deren Territorium die Angriffe erfolgten, sprach von einer "neuen Phase" im syrischen Krieg.