Kurdisches Mädchen (2) bei Verfolgungsjagd auf der Autobahn erschossen

Kurdisches Mädchen (2) bei Verfolgungsjagd auf der Autobahn erschossen
Copyright © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)
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Von Kirsten Ripper mit RTBF
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Ein kurdisches Mädchen, das mit einer Gruppe von Flüchtlingen in einem Transporter auf der Autobahn in Belgien unterwegs war, ist erschossen worden - vermutlich durch eine Polizeikugel.

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Auf der Autobahn E42 in der Nähe der belgischen Stadt Mons (die auf Niederländisch und Deutsch auch Bergen genannt wird) ist ein kurdisches Mädchen bei einer Verfolgungsjagd erschossen worden. Das Kind befand sich mit einer Gruppe von etwa 30 Flüchtlingen in einem Transporter, dessen Fahrer sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei lieferte. Die Polizei hatte versucht, den Lieferwagen mit den Flüchtlingen aufzuhalten. Dabei schossen die Polizeibeamten auf den Transporter.

Der belgische Sender RTBF berichtet, dass das Mädchen vermutlich durch eine Polizeikugel ums Leben kam - anders als die Staatsanwaltschaft zunächst bekanntgegeben hatte. Der Staatsanwalt ging davon aus, dass das Kind an den Folgen eines Traumas starb. Die Autopsie ergab aber, dass das Kind durch einen Schuss, der es im Bereich der Wange getroffen hatte, getötet wurde. Die Ermittlungsrichterin, die mit der Untersuchung des Vorfalls betraut ist, will die genaueren ballistischen Untersuchungen abwarten, bevor sie eine Erklärung abgibt.

In dem Transporter befanden sich laut belgischen Medien etwas 30 kurdische Flüchtlinge - darunter vier Kinder.

Nicht nur in den sozialen Medien im Internet erregt der Tod des Mädchens Aufmerksamkeit.

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