Eilmeldung

Eilmeldung

Zu gefährlich: Keine Sargträger bei Beerdigung von Nowitschok-Opfer

Sie lesen gerade:

Zu gefährlich: Keine Sargträger bei Beerdigung von Nowitschok-Opfer

Zu gefährlich: Keine Sargträger bei Beerdigung von Nowitschok-Opfer
@ Copyright :
Facebook/Dawn Sturgess via REUTERS
Schriftgrösse Aa Aa

Bei der Beerdigung von Dawn Sturgess galten am heutigen Montag besondere Sicherheitsmaßnahmen. Die Britin starb nachdem sie Ende Juni dem Nervengas Nowitschok ausgesetzt war.

Unter anderem gab es keine Sargträger. Stattdessen sollte der Sarg vor der Ankunft der Trauernden aufgestellt werden.

Pfarrer Philip Bromiley, der die Zeremonie in Salisbury leitete, sagte der BBC, die Regeln stellten sicher, dass "die Beerdigung so sicher wie möglich verläuft".

"Das Thema wird Frieden sein - Frieden für ihre Familie, für ihre Freunde und für die Stadt Salisbury und die umliegenden Städte und Dörfer, die vom Chaos der letzten Monate betroffen sind", fügte er hinzu.

Die 44-jährige Sturgess und ihr Partner Charlie Rowley (45) waren Ende Juni in Amnesbury, Wiltshire, dem Nowitschok-Nervenmittel ausgesetzt.

Beide wurden zur Behandlung ins Krankenhaus eingeliefert, doch Sturgess starb am 8. Juli. Rowley wurde am 20. Juli entlassen.

Rowley enthüllte Anfang des Monats, dass er das Gift in einer Glasflasche in einem Karton gefunden hatte. In dem Glauben, es sei Parfüm, schenkte er die Flasche Sturgess, die sich etwas von der Flüssigkeit aufsprühte.

Public Health England wiederholte Anfang dieses Monats, dass die allgemeine Gefahr einer Kontamination der Öffentlichkeit nach wie vor gering ist.

Die Vergiftung des Paares kam nur vier Monate nachdem Sergei Skripal, ein ehemaliger russischer Spion, und seine Tochter Yulia in Salisbury, etwa 30 km von Amesbury entfernt, mit dem Nervengas vergiftet wurden.

Beide überlebten und wurden mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen.

Der Angriff wurde Russland angelastet und führte zur Ausweisung von mehr als 130 Diplomaten in EU-Ländern, den USA, Kanada und Australien.