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Paris bald rauchfreie Zone?

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Paris bald rauchfreie Zone?

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„Sie betreten einen tabakfreien Stadtgarten“, steht auf dem Tor des Pariser „Square des Batignolles“. Doch bei den Besuchern im Park scheint die Botschaft vom Rauchverbot nicht so richtig angekommen zu sein.

Konsequenzen hat das nicht, denn die neue Regelung in sechs kleineren Pariser Parks ist vorerst nur ein Experiment, wie Geoffroy Boulard, Bürgermeister 17. Arrondissemen erklärt: "Es geht darum, Raucher zu ein wenig mehr Verantwortungsbewusstsein zu verhelfen, ohne moralisierend zu sein. Wir weisen sie auf das Tabakverbot hin, ein Verstoß wird aber nicht bestraft. Ihre Freiheit wird also nicht eingeschränkt.“

Das Pilotprojekt soll vier Monate dauern. Danach entscheidet der Stadtrat darüber, die sechs Parks dauerhaft rauchfrei zu machen. Vorbild ist Straßburg, das als erste französische Großstadt Zigaretten aus den Parks verbannt hat.

Bei Rauchern wie Nichtrauchern stößt die Idee auf get eiltes Echo. "Der Rauch, die Kippen auf dem Boden. Kleine Kinder heben sie auf und stecken sie sich in den Mund – und wenn man dann an die ganzen Gifte im Tabak denkt. Wir brauchen mehr Respekt", sagt Nadia, die als Tagesmutter arbeitet.

Sam ist Raucher und hat nur bedingt Verständnis. "Wenn Menschen vor Kindern rauchen, kann das störend sein. Ich weiß nicht, ich glaube, ich belästige hier niemanden. Ich werfe meine Kippen nicht auf den Boden."

Läuft der Test erfolgreich, könnten bald auch größere Grünanlagen in der französischen Hauptstadt zu rauchfreien Zonen werden – und die Zigarette im Park 38 bis 68 Euro kosten.