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Papst Franziskus besucht Irland

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Papst Franziskus besucht Irland

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Es sind gemischte Gefühle, mit denen Papst Franziskus in Irland empfangen wird.

Seit fast 40 Jahren kam kein katholisches Kirchenoberhaupt mehr in das Land, in dem in den vergangenen Jahrzehnten massiv Kinder und Frauen von Priestern und Ordensschwestern missbraucht wurden.

Das Thema Familie soll im Mittelpunkt stehen, bekräftigt der Vatikan vor der zweitägigen Reise.

Auch wenn die katholische Kirche an Reputation eingebüßt hat, freuen sich doch viele auf den Besuch des Papstes, so auch Eddie McGuinness, Veranstalter des "Dublin Pride Festivals":

"Heute wollen wir uns mit einer Stimme in der Gemeinschaft versammeln. Auch wir sind Teil der Kirche, wir haben unseren Glauben und wir möchten diesen Glauben auf der ganzen Welt teilen".

Das Thema katholische Familie sorgt für Irritationen. Schwule und unverheiratete Paare, sowie Alleinerziehende, sind heute fast so verbreitet wie die traditionelle Familieneinheit. Der Regierungschef bekennt sich zu seiner Homosexualität.

Irland hat 2015 die Homo-Ehe eingeführt, als erstes Land der Welt per Volksentscheid. Noch bis 1993 stand Homosexualität dort unter Strafe.

Als Johannes Paul II 1979 nach Dublin flog, war Irland ein anderer Ort. Obwohl Papst Franziskus die römisch-katholische Kirche liberalisiert hat, scheint sich der Vatikan nicht ganz so schnell bewegt zu haben wie Irland.