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Aufräumerfolg im All: Europäer fangen zum ersten Mal Weltraumschrott

Aufräumerfolg im All: Europäer fangen zum ersten Mal Weltraumschrott
Copyright  University of Surrey/Youtube
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Von Alice Tidey
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Im Rahmen des Projektes Remove Debris ist einem großen Satelliten einen kleinerer ins Netz gegangen. Die Aktion gilt als großer Erfolg in Richtung Entfernung des Weltraumschrotts.

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RemoveDebris, ein kleiner experimenteller Satellit zur Entfernung von Weltraumschrott, hat sein erstes Stück außerirdischer Verschmutzung erfolgreich gefangen - eine Premiere im Sonnensystem.

Mehr als 7.600 Tonnen sogenannter "Weltraummüll" schweben um die Erde - das Ergebnis von fast 60 Jahren Weltraumforschung - und einige bewegen sich mit rund 48.000 Kilometern pro Stunde schneller als die abgefeuerte Patrone einer Waffe.

Die Sorge ist, dass diese 40.000 Objekte auf betriebsfähige Satelliten prallen und diese beschädigen könnten.

Der von einem Konsortium aus europäischen Raumfahrtunternehmen und Forschern der University of Surrey in Großbritannien gebaute Satellit, der teilweise von der Europäischen Kommission finanziert wurde, war im Juni von der Internationalen Raumstation aus in die Umlaufbahn gebracht worden.

Aufräumen

Bei dem am Sonntag durchgeführten Test erreichte der Fangsatellit RemoveDebris ein einprogrammiertes Ziel und fing dort mit seinem Netz ein Stück Weltraummüll ein. Das Netz und seine 'Beute' sollen nun in Richtung Erdatmosphäre fallen, wo sie beide verbrennen werden.

RemoveDebris net technologyAirbus

"Wir sind mit dem Ergebnis der Netztechnologie sehr zufrieden", sagte Guglielmo Aglietti, Direktor des Surrey Space Centre, in einer Erklärung.

"Auch wenn es sich nach einer einfachen Idee anhören mag, hat die Komplexität der Verwendung eines Netzes im Weltraum zur Erfassung eines Trümmers viele Jahre lang Planung, Entwicklung und Koordination zwischen dem Surrey Space Centre, Airbus und unseren Partnern in Anspruch genommen. Und es gibt noch mehr zu tun", fügte er hinzu.

Ein neues Kamerasystem zur Verfolgung von Ablagerungen sowie eine Harpune werden in den kommenden Monaten getestet.

Nach Abschluss der Tests wird ein Schleppsegel - eine leichte, robuste Membran - an dem Netz angebracht, um den Fangsatelliten in acht Wochen aus dem Orbit zu befördern. Ohne die Membran würde RemoveDebris nach Einschätzung der Forscher bis zu 2,5 Jahre benötigen, um es in die Erdatmosphäre zu schaffen. 

Airbus
Bei weiteren Tests soll auch eine Harpune zum Einsatz kommen.Airbus
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