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Indonesien: Bergungsarbeiten können noch Monate dauern

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Indonesien: Bergungsarbeiten können noch Monate dauern

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Eine Woche nach dem schweren Erdbeben und dem Tsunami in Indonesien sind die Rettungsarbeiten in vollem Gange. Vertreter des Roten Kreuzes verteilen nahe der Provinzhauptstadt Palu im Norden Indonesiens Hilfspakete an Betroffene.

Am Freitag bezifferte ein Regierungsvertreter die Opferzahl auf 1658. Es wird jedoch erwartet, dass die Zahl weiter steigt. Ein Erdbeben der Stärke 7.5 hatte die Insel Sulawesi am Freitag der vergangenen Woche getroffen. In der Region sind mindestens 190.000 Menschen auf Hilfe angewiesen.

Zerstörte Straßen und Erdrutsche erschweren ein Vorrücken der Helfer in die ländlichen Gebiete. Die Vereinten Nationen haben 15 Millionen Dollar Hilfe zugesagt, die Internationale Rotkreuz und Rothalbmond- Bewegung stellt 22 Millionen Dollar bereit.

In den Trümmern der Stadt Palu suchen Familien nach vermissten Angehörigen. Ein französisches Rettungsteam unterstützte die Helfer bei der Suche nach Hinweisen auf Überlebende. In Teilen der Stadt hatte sich nach dem Erdbeben der Boden verflüssigt, Häuser wurden unter Matsch begraben.

Weil die Helfer weitere Opfer unter den Erdmassen vermuten, kann der Schlamm nur sehr vorsichtig abgetragen werden. Laut den französischen Experten könnten sich die Arbeiten womöglich noch 4 bis 5 Monate hinziehen.