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Jesidin Nadia Murad (25) will Stimme derer sein, die nicht gehört werden

Jesidin Nadia Murad (25) will Stimme derer sein, die nicht gehört werden
Copyright REUTERS/Kevin Lamarque
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Von Kirsten Ripper mit Reuters
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Die Friedensnobelpreisträgerin hat sich dafür ausgesprochen, die IS-Dschihadisten vor Gericht zu stellen.

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Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad hat sich in Washington für mehr Gerechtigkeit ausgesprochen. Die 25-jährige Jesidin sagte: "Unsere Menschlichkeit muss die Basis unserer politischen und nationalen Interessen sein. Wir sollten zusammenarbeiten, um eine gerechtere Welt aufzubauen, die es allen Menschen erlaubt in Würde zu leben."

Zudem versprach die junge Frau, die selbst Opfer sexueller Gewalt durch den IS war, und inzwischen in Deutschland lebt: "Ich verpflichte mich dazu, die Stimme derer zu sein, die keine Stimme haben und für die einzustehen, die Gerechtigkeit fordern - vor allem für die Überlebenden von Gewalt, wo auch immer sie sein mögen."

Nadia Murad, deren Mutter und sechs Geschwister vom IS getötet wurden, sprach sich dafür aus, die IS-Dschihadisten vor Gericht zu stellen. Zudem plädiert sie für eine Rückklehr der Jesiden in die Gebiete, aus denen die Mitglieder der Relgionsgemeinschaft vertrieben wurden. 2017 hatte die junge Frau, die UN-Sonderbotschafterin ist und sich dafür einsetzt, dass die Vertreibung der Jesiden durch den IS international als Völkermord anerkannt wird, ihr Heimatdorf im Sindschar besucht.

US-Regisseurin Alexandria Bombach hat einen Diokumetarfilm über Nadia Murad gedreht, "On her shoulders" wurde bereits auf mehreren Festivals ausgezeichnet.

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