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Steinmeier in Griechenland: Zwischen Ehrenbürgerwürde und Reparationsforderungen

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Steinmeier in Griechenland: Zwischen Ehrenbürgerwürde und Reparationsforderungen

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REUTERS/Pascal Rossignol
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Der deutsche Bundespräsident Frank Walter Steinmeier hat am zweiten Tag seines Griechenlandbesuchs zusammen mit dem griechischen Präsidenten Prokopis Pavlopoulos Messene besucht. Pavlopoulos hatte seinen deutschen Kollegen in die antiken Stätten in der Nähe seiner Heimatstadt Kalamata eingeladen. Er betonte den Zusammenhalt zwischen den beiden Ländern: "Wir und unsere Völker sind dazu entschlossen, dieses Europa, diese Zivilisation, in diesen schwierigen Zeiten zu beschützen. Das wollen wir verkörpern und deswegen sind wir hierher gekommen. Ich möchte dem Präsidenten Herrn Steinmeier und seiner Frau dafür danken, dass sie diese Pilgerreise zu den Wurzeln der europäischen Zivilisation gemacht haben."

Steinmeier wurde zudem zum Ehrenbürger Kalamatas ernannt. Dabei konfrontierte man ihn erneut mit der Forderung nach Reparationszahlungen für die deutschen Verbrechen während der Nazizeit. Der Bürgermeister der Stadt sagte, Kalamata sei eine Märtyrerstadt. In der Region hätten über 500 Menschen während der deutschen Besatzungszeit ihr Leben verloren. Auch Regierungschef Alexis Tsipras und Pavlopoulus hatten am Vortag solche Forderungen erhoben. Im Gespräch ist eine Summe in dreistelliger Milliardenhöhe. Deutschland weist dies mit Verweis auf bestehende Verträge zurück.