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Aufschrei gegen "Auschwitzland": "Schwarzer Humor" unter Neonazis?

Aufschrei gegen "Auschwitzland": "Schwarzer Humor" unter Neonazis?
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Von Kirsten Ripper mit Repubblica, Corriere, Twitter
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Aufschrei gegen ein T-Shirt mit der Aufschrift "Auschwitzland" bei einer rechtsextremen Veranstaltung in der Geburtsstadt von Benito Mussolini.

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"Auschwitzland" wie "Disneyland"? Das Foto der italienischen Rechtsextremen Selene Ticchi, die ein T-Shirt mit der Aufschrift "Auschwitzland" (im Schrifttyp von Disneyland) trägt, hat für einen Aufschrei in den sozialen Medien sowie für Kritik im In- und Ausland gesorgt.

Das Foto ist am 28. Oktober entstanden, bei einer Veranstaltung in Predappio, der Geburtsstadt des italienischen Diktators Benito Mussolini in der Nähe von Ravenna. Etwa 2.000 ältere Faschisten und Neonazis wollten dort an den "Marsch auf Rom", die Machtübernahme Mussolinis im Oktober 1922, erinnern.

Laut La Repubblica sagte Selene Ticchi, ihr T-Shirt sei "schwarzer Humor".

Lustig fand das T-Shirt außer ihr aber kaum jemand. Bartosz Bartyzel vom Auschwitz Museum will rechtliche Schritte gegen Ticchi einleiten. Auf Twitter hatte das Auschwitz Memorial erklärt, die Symbole von Auschwitz zu missbrauchen sei ein Mangel an Respekt besonders gegenüber den 7.500 italienischen Juden, die dorthin deportiert worden waren. "Wir hoffen, die Italiener werden auf diesen schmerzlichen Zwischenfall reagieren", schreibt das Auschwitz Memorial auf Twitter.

Das Verbreiten von Nazi-Symbolen ist in Italien wie in Deutschland verboten.

Selene Ticchi wollte vor einigen Jahren für die neofaschistische Partei "Aurora italiana" Bürgermeisterin von Budrio bei Bologna werden, inzwischen ist sie Anhängerin der rechtsextremen Partei "Fuorza Nuova".

Auf Facebook gibt es einen Aufruf an Disney, gegen den Gebrauch des Logos vorzugehen.

Die Zeitung Corriere della Sera berichtet auch von einer Welle des Antisemitismus in den sozialen Netzwerken in Italien.

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