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Venezuela, Land der Selbstmorde - Chirurg nimmt sich das Leben

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Venezuela, Land der Selbstmorde - Chirurg nimmt sich das Leben

Venezuela, Land der Selbstmorde - Chirurg nimmt sich das Leben
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In Krisenzeiten begehen viele Menschen aus Verzweiflung Selbstmord. Das ist in Venezuela nicht anders als in Griechenland.

Aber manche Fälle sind besonders dramatisch.

Carlos Bravo, ein bekannter Chirurg in Caracas, hat Ende Oktober einen Suizid verübt - aus Verzweiflung. Dabei ging es dem Arzt weniger um sich selbst als um seine Patienten. Carlos Bravo hätte das Land verlassen können. Er hätte problemlos im Ausland Arbeit gefunden, dort seinen Beruf ausüben und operieren können.

Doch er hatte sich entschieden, in seinem Land zu bleiben. Aber seine Frustration angesichts des Mangels an allem und dem täglichen Stress, den es bedeutet, den Patienten sagen zu müssen, dass sie die Behandlung, die sie brauchen, nicht bekommen können, trieben Carlos Bravo in die Verzweiflung.

Seine Leiche wurde in seinem Büro im Universitätsklinikum in Caracas gefunden.

Die Zahl der Selbstmorde in Venezuela ist generell gestiegen. Vor allem ältere Menschen nehmen sich das Leben, weil sie ihrer Familie nicht mehr auf der Tasche liegen wollen. Viele in Venezuela haben nicht genug zu essen.

Wenn Sie selbst deprimiert sind, können Sie sich in Deutschland per Chat, Mail oder telefonisch kostenlos und anonym unter 0800/111 0 111 beraten lassen. Ein muslimisches Beratungstelefon gibt es rund um die Uhr unter 030 - 44 3509 821 (oder wenn nicht in Deutschland: 0049 - 30 / 44 35 09 821).

In Österreich können Sie sich unter der Telefonnummer 142 beraten lassen oder im Internet. In der Schweiz hilft die Dargebotene Hand im Internet und unter der Telefonnummer 143.