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"White Supremacy"-Werbeanzeige: Facebook muss sich erneut entschuldigen

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"White Supremacy"-Werbeanzeige: Facebook muss sich erneut entschuldigen

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Wieder muss sich Facebook für einen Fehltritt entschuldigen.

Extremisten als Zielgruppe einer Test-Werbekampgne

Das soziale Netzwerk hatte kürzlich eine Werbekampagne geschaltet, die sich an Anhänger einer Verschwörungstheorie der Weißen Nationalisten richtete.

Das Nachrichtenportal "The Intercept" bediente sich bei der Schaltung der Anzeige derselben Methode wie das investigative Nachrichtenportal ProPublica vor einem Jahr, das mit Werbeanzeigen "antisemitische Nutzer" anvisierte hatte, um aufzuzeigen, wie einfach es für extremistische Gruppen ist, bei Facebook Hassbotschaften zu verbreiten.

Facebook-Werbeabteilung genehmigt Anzeige

Die Anzeige wurde zunächst durch die Werbeabteilung genehmigt. Nach der Bitte um Stellungnahme löschte das Unternehmen erst die Anzeige und samt der Targeting-Kategorie.

Laut "The Intercept" sei die jüngste Anfrage zum Kampagnenstart manuell von einem Mitglied der Werbeabteilung bei Facebook genehmigt worden.

Facebook entschuldigt sich für den Fehler

In der Erklärung von Facebook hieß es, dass die anvisierte Zielgruppe samt Anzeige den Werbeprinzipien der Plattform widerspräche. Man entschuldige sich aufrichtig für den Fehler. Die Interessentengruppe sei von einem Algorithmus erstellt - dann aber von Menschenhand überprüft worden.

Nach dem Vorfall vor einem Jahr hatte Facebook versprochen, strengere Standards einzuführen, um Werbekunden auf seiner Plattform daran zu hindern, gezielt antisemitische Nutzer anzusprechen. So sollten statt Algorithmen mehr menschliche Gutachter die anvisierten Nutzergruppen überprüfen.