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Regionalwahlen: Opposition triumphiert in polnischen Großstädten

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Regionalwahlen: Opposition triumphiert in polnischen Großstädten

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Die Freude ist groß bei den Angestellten des seit 16 Jahren amtierenden Bürgermeisters von Krakow. Die Bürgerplattform (Platforma Obywatelska) unterstützte seinen Wahlkampf, Jacek Majchrowski wird weitere fünf Jahre im Amt bleiben:

"Es gab einen so einen Wettstreit zwischen den Städten und in welcher Stadt es eine höhere Wahlbeteiligung geben würde. Denn aus meiner Sicht hängen die Ergebnisse sehr stark von der Wahlbeteiligung ab."

Oppositionsparteien siegen in Großstädten

Die Oppositionsparteien siegten in den größten polnischen Städten, doch die Regierungspartei PiS hat in neun von 16 Regionen gewonnen. Jarosław Flis ist Politikexperte an der Jagiellonen-Universität Krakau, er sagt: "Diese Wahlen haben das Gleichgewicht gewonnen. Wenn die Kandidaten hinter einer starken Partei stehen - gewinnen sie. Wenn schwache Kandidaten hinter einer starken Partei stehen, hilft es ihnen nicht."

Die zweite Runde der Regionalwahlen fand in 650 Gemeinden statt, dort wo in der ersten Runde keiner der Kandidaten mehr als die Hälfte der Stimmen erhielt.

Personen wichtiger als Parteien

Zbigniew Kozuch, ist einer der Kandidaten für Stadtverwaltung Krakaus, er ist überzeugt:

"Pateien sind zweitrangig. Die Menschen wählen lieber Leute, die lokale Führungspersonen kennen."

"Bei diesen Wahlen stimmen Sie entweder dafür oder dagegen. Ich haben für meine Vision Polens gestimmt", sagte dieser Wähler. Die politische Spaltung Polens spiegelt sich in den Regionalwahlen wieder. In diesem Herbst haben ungewöhnlich viele Menschen ihre Stimme abgegeben.

Koalitionen entscheiden wer das Sagen hat

Wer in ländlichen Gegenden Polens das Sagen hat, entscheidet sich erst, wenn dort entsprechende Koalitionen gebildet werden.

"Regionalwahlen in Polen sind nur der Auftakt zu wichtigeren politischen Entscheidungen. Im kommenden Jahr werden die Polen ein neues Parlament wählen und in zwei Jahren einen neuen Präsidenten. Diese Wahlen werden die Zukunft des Landes bestimmen. Leszek Kabłak, für Euronews aus Krakow."