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Brexit: Anderthalb Jahre und 585 Seiten später

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Die Brexit-Verhandlungen treten in die nächste entscheidende Phase: Am 25. November findet ein EU-Sondergipfel statt, bei dem der Austrittsvertrag unter Dach und Fach gebracht werden soll. Vorausgegangen waren entscheidende Fortschritte, die Premierministerin Theresa May am Dienstagabend meldete. Nach fünfstündigen Verhandlungen hatte ihr Kabinett "Ja" zum Vertrag gesagt.

EU-Chefunterhändler Michel Barnier sagte, "unsere Arbeit ist noch nicht vorbei. Beide Seiten haben noch einen weiten Weg vor sich. In den nächsten Tagen werden wir an einer Erklärung arbeiten, die die zukünftigen Beziehungen mit den EU-Mitgliedsstaaten und dem EU-Parlament regelt. Unsere Arbeit wird sehr intensiv. Unser Ziel ist, die Erklärung mit Großbritannien unter Dach und Fach zu bringen, so dass der Europäische Rat ihn absegnen kann."

Die EU hatte sich tagelang zurückgehaltene, bevor sie nun offiziell in Brüssel Stellung nahm. Hinter beiden Seiten liegen anderthalb Jahre zähe Verhandlungen.

EU-Ratspräsident Donald Tusk bedauerte, "ich habe die Positionen der Premierministerin May zur Kenntnis genommen. Natürlich teile ich nicht ihre Freude über den Brexit. Von Anfang an hatte ich keinen Zweifel, dass es beim Brexit keine Gewinner gibt und dass es sich bei unseren Gesprächen nur um Schadensbegrenzung handelt.

Das ist meine Botschaft an unsere britischen Freunde: So traurig mich auch der Austritt macht, so sehr werde ich mich dafür einsetzen, dass es kein schmerzhafter Abschied wird - weder für euch, noch für uns."

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