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Deutsche Kapitulation: Holz-U-Boot erinnert an Ersten Weltkrieg

Deutsche Kapitulation: Holz-U-Boot erinnert an Ersten Weltkrieg
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REUTERS
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Es liegt am Strand der englischen Grafschaft Essex: ein U-Boot ganz aus Weidenzweigen. Der Schiffsrumpf wurde nicht etwa angespült, sondern gezielt dort platziert, ein Kunstwerk als Mahnmal. Denn hier in Harwich, nordöstlich von London war es, wo sich im November 1918 die Besatzungen von mehr als 160 U-Booten der deutschen kaiserlichen Marine ergaben, eine wahre Massenkapitulation am Dovercourt Beach. Genau 100 Jahre ist das nun her.

Dieses wichtige Ereignis ist fast in Vergessenheit geraten. Dabei waren sie es, die Großbritannien fast in die Knie gezwungen hätten.

Nick Patrick Projektmanager

"Dieses wichtige Ereignis ist fast in Vergessenheit geraten. Dabei waren es doch diese U-Boote, die Großbritannien fast in die Knie gezwungen hätten. In den Jahren 1917/18 haben sie die Insel von der Lebensmittelversorgung abgeschnitten. Es war eine "Wie Du mir, so ich Dir"-Situation, denn die Briten hatten ihrerseits Deutschland abgeschnitten und die Deutschen liltten Hunger", so Nick Patrick, Projektmanager der Gedenkstätte Harwich Haven: Surrender and Sanctuary.

Die Unterseeboote landeten am Strand, wurden dann geborgen und ausgestellt oder letztlich von der Brandung zurück ins Meer gespült. Die Besatzungen wurden an Bord von Transportschiffen gebracht und nach Deutschland geschickt. Die meisten haben britischen Boden, wenn überhaupt, nur kurz betreten.