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"Sie war sehr relaxt" - Merkels Sitznachbar (28) berichtet

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REUTERS/Hannibal Hanschke
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Agustín Agüero war sehr überrascht, dass auf dem Iberia-Flug IB 6849 zehn Minuten vor Abflug die deutsche Kanzlerin Angela Merkel neben ihm stand. Auch Vizekanzler Olaf Scholz tauchte auf, dazu Sprecher, Berater und Personenschützer. Und neben Agüero saß plötzlich die wohl mächtigste Frau der Welt - 13 Stunden lang auf dem Flug nach Buenos Aires.

"Ich habe mich nicht getraut, sie anzusprechen." Aber sie habe immer mal wieder rübergelächelt. "Sie war sehr relaxt," berichtet der 28-jährige Sitznachbar, der Platz 1B hatte.

Auf Twitter hat Agüero einige Fotos veröffentlicht.

"Ich kenne ja "House of Cards" und so, ich hätte daher nie eine so normale Person erwartet", sagte der 28 Jahre alt Argentinier der Deutschen Presse-Agentur. «House of Cards» ist eine US-Fernsehserie, in der durchtriebene Politiker im Streben nach Macht und Geld über Leichen gehen.

Wegen eines Defekts an ihrer Regierungsmaschine hatte Merkel unplanmäßig nach Madrid und von dort per Linienflug zum G20-Gipfel nach Buenos Aires reisen müssen. Und was hat sie über den Wolken so gemacht? «Sie hat Joghurt gegessen, ein Buch gelesen, ein bisschen geschlafen», erzählt Agüero. Keine Sonderwünsche.

Eine Stunde vor der Landung sei die Kanzlerin dann ins Cockpit gegangen und habe ein Foto mit der Besatzung gemacht.

Als die Maschine gelandet war, durften Merkel & Co. als erste raus - so schaffte es die Kanzlerin mit zwölf Stunden Verspätung zumindest noch zum Galaabend ins berühmte Teatro Colón.