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Mexikos Indigene: Widerstand gegen Großprojekte

Mexikos Indigene: Widerstand gegen Großprojekte
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Von Euronews
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Der neue Präsident des Landes muss viel Diplomatie walten lassen, wenn er das Land wirtschaftlich modernisieren will.

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Oh, wie schön ist Mexiko – wären da nicht die Windräder. Die Diskussion um erneuerbare Energien hat die Karibik erreicht, Investoren schielen auf Milliardenprojekte. Einzig, besonders günstige Standorte für Windräder und Solaranlagen sind in Gebieten der indigenen Bevölkerung, und die wehrt sich gegen die Eingriffe.

Rodrigo Flores beschreibt die Sorgen seiner indigenen Mitbürger. Vor einem Windpark deutet er nach links: "Dort kommt man nicht mehr rein, es gibt Wachen, Paramilitärs." Dann zeigt er nach rechts, wo die Situation anders aussieht. Noch zumindest: "Dort drüben kann man noch hingehen, weil der Windpark noch nicht so weit ausgebaut wurde. Aber man kann schon Wachposten sehen. Wenn er auf 2000 Hektar ausgeweitet wird, kann die Gemeinschaft sich dort auch nicht mehr aufhalten, weil das Gebiet dem Unternehmen gehört. Und das für die nächsten 30 Jahre."

Für Mexikos neuen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador könnte der Widerstand d er Indigenen zum Problem werden. López Obrador, der gerade sein Amt angetreten hat, gilt als Unterstützer ihrer Anliegen, er will die Verfassung ändern, um ihre Rechte besser zu schützen.

Die geplante Route des Tren Maya

Allerdings will er das Land auch voranbringen. Der Tren Maya, eine geplante Eisenbahnlinie für Personen und Güter, vor allem aber auch für Touristen, könnte durch den Widerstand ebenfalls in Schwierigkeiten geraten.

Doch haben einige Projekte auch Unterstützer abseits der großen Unternehmer. "Hier hat es nie Arbeit gegeben, aber jetzt geht es den Leuten gut", erzählt der Landwirt Fredy Castillo, der in einem Gebiet der Indigenen in der Nähe eines Windparks lebt, "die Leute haben Häuser aus guten Materialien und sie leben vom Geld, das der Windpark abwirft."

Die Projekte können einen Ausweg aus der Armut der Landbevölkerung bieten und die großen sozialen Unterschiede ein bisschen ausgleichen. Vorausgesetzt, die Gewinne werden fair verteilt. Aber trotz solcher Erfolge, bis ein Kompromiss gefunden wird, haben die Anrainer gute Chancen, Projekte in ihren Gebieten zu verzögern oder gar zu verhindern.

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